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Fürstengruft in Mirow wird saniert

Mirow Fürstengruft in Mirow wird saniert

Grabstätte derer von Mecklenburg-Strelitz zählt zu den bedeutendsten des Adels im Nordosten

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Blick in die Fürstengruft in der Johanniterkirche auf der Mirower Schlossinsel. Nur wenige Särge sind gut erhalten.

Quelle: Bernd Lasdin/dpa

Mirow. . Ob Königshäuser in Großbritannien, Russland oder Spanien – das Ex-Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz hatte gute Verbindungen in ganz Europa.

Nach der Auflösung fielen die Immobilien an das Land. Und das will jetzt investieren. Auf der Schlossinsel Mirow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) startete gestern die Sanierung der Fürstengruft des einst großherzoglichen Hauses. Nach jahrelanger Vorbereitung werden zerfallene Särge und bauliche Anlagen, wie die Kirchenmauer, erneuert. Dafür stehen nach Angaben des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz rund 420 000 Euro zur Verfügung.

Die Gruft liegt an der Johanniterkirche auf der Mirower Schlossinsel und wird von Experten zu den bedeutendsten adligen Grabgelegen im Nordosten gezählt. Das Herzogtum war 1701 gegründet worden, wurde später ein Großherzogtum und 1918 wieder aufgelöst. Durch Eheschließungen gibt es Verbindungen in viele Königshäuser Europas. In der Fürstengruft Mirow wurden ab dem Jahr 1670 mehr als 40 Adlige beigesetzt, darunter die Eltern von Preußenkönigin Luise (1776-1810). Die letzte Beisetzung gab es 1996, als Herzog Georg Alexander zu Mecklenburg zu Grabe getragen wurde.

Kirche und Gruft wurden 1945 stark beschädigt. Ein Teil der Särge ist in sehr schlechtem Zustand, über die Jahrzehnte gab es auch Plünderungen.

Rechtsnachfolger des Herzogtums wurde nach 1989 das Land Mecklenburg-Vorpommern, das zusammen mit der Stadt Mirow die Kosten trägt. Schloss Mirow selbst wurde 20 Jahre lang restauriert und strahlt seit 2104 wieder in herrschaftlicher Pracht. Es ist der Mittelpunkt eines idyllisch auf einer Insel im Mirower See gelegenen Gebäudekomplexes mit einem Landschaftspark.

OZ

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