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Gefangen in Cartagena: Piraten-Open-Air feiert Premiere

Grevesmühlen Gefangen in Cartagena: Piraten-Open-Air feiert Premiere

1500 Zuschauer auf voll besetzten Rängen im Freiluft-Theater in Grevesmühlen / Gelungener Auftakt in die neue Saison

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Benjamin Kernen (r.) kämpft als Capt’n Joshua Flint gegen Marc Clear in der Rolle des Matthäo Grosso de Krawallo de Krawum.

Quelle: Foto: Jens Büttner/dpa

Grevesmühlen. Die gute Nachricht von gestern Abend: Es blieb trocken! Nachdem im Vorjahr die Premiere nach einer halben Stunden wegen eines schweren Gewitters abgebrochen werden musste, ging in diesem Jahr alles glatt über die Bühne. Zweieinhalb Stunden beste Unterhaltung für gut 1500 Premierengäste und ein erleichterter Intendant Peter Venzmer, das ist die Bilanz des Auftaktes 2017.

Nachdem in der Vorsaison 2200 Tonnen Sand die Kulisse für die zwölfte Episode bildeten, haben die Bühnenbauer in den vergangenen zwei Monaten die Stadt Cartagena in Kolumbien nachgebaut. „Der Sand im vergangenen Jahr hat uns wirklich Kraft und Nerven gekostet“, so Peter Venzmer. Denn nicht nur für die Schauspieler war es kraftraubend, auch die Kulissen haben gelitten. „Etliche Tonnen sind im See gelandet, die mussten wir wieder rausholen.“

Das ist Geschichte, in dieser Saison kann Venzmer auf ein Ensemble mit erfahrenen Schauspielern zurückgreifen – ohne Prominente in der Crew. „Es ist ein Experiment, wir werden sehen, wie es läuft“, so der Intendant.

48 Schauspieler und Statisten sind in den 18 verschiedenen Bühnenbildern zu erleben. 62 Vorstellungen spielen die Männer und Frauen um Hauptdarsteller und Regisseur Benjamin Kernen bis zum Abschluss am 2. September. Spätestens bei der letzten Vorstellung wollen die Grevesmühlener Theater-Piraten die Marke aus dem Vorjahr knacken. Rund 63 000 Besucher kamen im Vorjahr, damit gehört das Piraten-Spektakel zu den größten Sommer-Theater-Events in Mecklenburg-Vorpommern.

Die stuntreichen Geschichten um Piraten-Capt'n Joshua Flint spielen an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert in der Karibik. Inspiriert von Robert Louis Stevensons Roman „Die Schatzinsel“ gehen die Macher der Frage nach, was vor den im Roman geschilderten Ereignissen geschah. Dabei lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf. In der 13. Episode „Exekution in Cartagena“ bringt der Schatz aus einem gesunkenen Schiff dem Helden Capt'n Flint kein Glück. Er wird von der spanischen Krone verhaftet, eine Befreiung schlägt fehl. Ob es die Freibeuter doch schaffen, das sehen die Zuschauer der zweimal 60 Minuten (plus 25 min Pause) dauernden Vorstellung. Das Ende ist spannend und spektakulär, verspricht Venzmer. In den letzten Minuten der Aufführung dürfen sich die Zuschauer auf eine Menge Effekte freuen.Karten: In allen OZ-Servicecentern, im Internet unter shop.ostsee-zeitung.de oder unter www.reservix.de.

M. Prochnow

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