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Kultur Gefühlvolles Ballett von Anne Frank
Nachrichten Kultur Gefühlvolles Ballett von Anne Frank
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00:01 25.04.2016

Die Erwartungen, aber auch die Befürchtungen waren groß vor der Premiere des Balletts „Anne Frank“: Kann man „Das Tagebuch der Anne Frank“, die berühmten Aufzeichnungen des jüdischen Mädchens im Amsterdamer Versteck, tanzen? Das Badische Staatstheater stellte dies am Samstagabend im Rahmen der Europäischen Kulturtage in Karlsruhe unter Beweis.

Das Thema könnte zu sentimentalen Szenen verleiten, und das Grauen der Konzentrationslager am Ende vermag man sich nur schwer als Ballett vorzustellen. Doch der junge brasilianische Tänzer und Choreograph Reginaldo Oliveira zeigt, wie man ein so schwieriges Thema überzeugend und anrührend angeht — mit Gefühl, aber ohne Kitsch. Sogar für die Hölle der Vernichtungslager findet er getanzte Bilder, die unter die Haut gehen. Als Musik für das Ballett wählt Oliveira Stücke von Dmitri Schostakowitsch, Alfred Schnittke, Lera Auerbach und Max Richter. Alles großartige Kompositionen:

Klavierstücke, Orchestermusik, Filmmusiken. Das reicht von sentimentalen Melodien über schmissige Tänze bis zu makabren musikalischen Wutausbrüchen.

Das Karlsruher Staatsballett von Direktorin Birgit Keil setzt alles mit beeindruckender tänzerischer Perfektion und spürbarem emotionalen Engagement um. Am Schluss: tosender Beifall.

Von Martin Roeber

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