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Kultur Gericht stoppt satirischen „Wanderhure“-Buchtitel
Nachrichten Kultur Gericht stoppt satirischen „Wanderhure“-Buchtitel
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02:24 28.03.2014

Der Verlag Voland & Quist hat mit seinem Buchtitel „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ eine juristische Niederlage erlitten. Das Düsseldorfer Landgericht entschied gestern, dass der Kurzgeschichtenband des Kabarettisten und Slam-Poeten Julius Fischer unter diesem Titel nicht mehr vertrieben werden darf. Vergeblich hatte sich der Verlag auf die Satire-Freiheit berufen. Der Schutz bekannter Titel gehe relativ weit, begründete das Gericht die Entscheidung. Und der beanstandete Titel lasse nicht gleich erkennen, dass es sich um Satire handele.

Der Verlag Droemer Knaur (München), der die Bestseller-Buchreihe „Die Wanderhure“ verlegt, sah seine Titelrechte verletzt. Voland & Quist erwecke den Eindruck, es handele sich bei den „Wanderwegen“

um eine lizenzierte Produktion. Damit hänge sich der Verlag an den Welterfolg an. Die Buchreihe „Die Wanderhure“, „Die Rache der Wanderhure“, „Die Tochter der Wanderhure“ und „Das Vermächtnis der Wanderhure“ genieße einen überragenden Ruf, hatte Droemer Knaur argumentiert. Auch als Verfilmung von Sat.1 war die „Wanderhure“ ein Publikumserfolg.

Voland & Quist hatte sich auf die Freiheit von Satire und Kunst berufen: Der Buchtitel sei eine ironische Verfremdung. Es handele sich um einen satirischen Kurzgeschichtenband. In der Geschichte gehe es um die aggressive Vermarktung von Bestsellern aller Genres. Damit handele es sich um eine Parodie, die von der grundgesetzlich garantierten Kunstfreiheit geschützt sei, zumal der Untertitel ausdrücklich laute: „Kein historischer Roman“.



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