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Kultur Glanzvolle Saison im Hansemuseum
Nachrichten Kultur Glanzvolle Saison im Hansemuseum
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00:00 13.01.2017
Museumsleiterin Felicia Sternfeld und Tilmann Bendikowski mit dem Faksimile eines Ablassbriefes aus dem Jahr 1469 Quelle: Foto: Olaf Malzahn

Lübeck. Zahlen musste jeder, der sein Sündenregister löschen wollte. Wer ganz auf Nummer sicher gehen wollte, konnte auch seine verstorbenen Verwandten und Freunde freikaufen. Möglich machte das der Ablass, eine Art Vollkasko fürs Fegefeuer. Ein paar Münzen wurden gezahlt, und – zack – war man gegen die Qualen abgesichert. Damit entwickelte die Kirche in der Zeit des ausgehenden Mittelalters eines der einfallsreichsten Finanzierungsmodelle der Geschichte. Und diesem Thema widmet das Hansemuseum in Lübeck im September und Oktober die Sonderausstellung „Geld.Macht.Glaube“. Ausstellungsstart: 8. September.„Wir dachten, dass im Lutherjahr alles zum Thema Reformation abgegrast ist, aber diesem Aspekt widmet sich sonst kein anderes deutsches Museum“, sagt Tilmann Bendikowski von der Medienagentur Geschichte bei der Vorstellung der Ausstellung. In einem Kolloquium sollen die Beziehungen zwischen Reformation und Wirtschaft auch wissenschaftlich beleuchtet werden.

Bereits von Mai bis zum August ist eine weitere Sonderschau geplant: „Pin it!#Tragezeichen#Mittelalter#SocialMedia“ beschäftigt sich mit sogenannten Tragezeichen: Ansteckern, die man an Hut oder Mantel trug. Pilgerzeichen, Anfangsbuchstaben des Namens, Zunftzeichen oder auch erotische Symbole – eine Art Emojis des Mittelalters. „Ich habe diese Ausstellung im Zeeuws-Museum Middelburg in Holland gesehen und wollte sie unbedingt auch in Lübeck haben“, erklärt Felicia Sternfeld.

Mit diesen zusätzlichen Ausstellungen will die Museumsleiterin den Erfolgskurs des im Mai 2015 eröffneten Hauses fortsetzen, das für die Auszeichnung „Europäisches Museum des Jahres“ nominiert wurde.

Im Mai wird darüber entschieden.

Stolz weist Felicia Sternfeld auf zahlreiche Museums-Angebote für Kinder hin. So gebe es spezielle Familienführungen und eine sogenannte „Hanseforscherkiste“. Diese kann von Schulen ausgeliehen werden, um sich eine Woche lang dem Leben zur Hansezeit spielerisch anzunähern. Diesem Ziel dienen auch ein spezieller Kinder-Katalog und ein Quiz, das man am Eingang kaufen kann. In Zusammenarbeit mit der Michael-Haukohl-Stiftung führen Schüler andere Schüler durchs Museum. Damit sei garantiert, dass alle Kinder der siebten Klassen erreicht werden.

Petra Haase

OZ

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