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Goethehaus-Kopie in Weimar gegenüber dem Original?

Goethehaus-Kopie in Weimar gegenüber dem Original?

Klassik Stiftung erwägt virtuelle Dichter-Gedenkstätte / Original wird renoviert, hat jährlich 180000 Besucher

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Das Goethehaus und Goethe-Nationalmuseum am Frauenplan im thüringischen Weimar.

Quelle: Foto: Sepp Spiegl

Weimar . Eine Kopie des Weimarer Goethehauses könnte für Besucher die bevorstehende Sanierung des Museums überbrücken. „Wir denken darüber nach, ein virtuelles Goethehaus auf dem Frauenplan aufzustellen“, sagte der Generaldirektor Museen der Klassik Stiftung Weimar, Wolfgang Holler, der in Weimar erscheinenden „Thüringischen Landeszeitung“.

Auf diese Weise ergäben sich „fantastische Möglichkeiten, mit Goethe und seiner Lebenswelt auf hohem Niveau etwas anzufangen.“ Das frühere Wohnhaus von Goethe am Frauenplan zählt mit 180

000 Gästen pro Jahr zu den besucherstärksten Dichter-Gedenkstätten in Europa. Ende nächsten Jahres soll es leergezogen und bis 2023 von Grund auf saniert werden. Um Fußböden, Raumklima und auch die Statik zu entlasten, wird bereits jetzt nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern hereingelassen. Das benachbarte Goethe-Nationalmuseum bleibt davon unberührt. Die Kosten der Baumaßnahme sind im derzeitigen Stadium der Vorplanungen nach Angaben der Klassik-Stiftung noch nicht einschätzbar. Eine Kopie des Hauses, die physisch direkt vis-à-vis zum Original entstehen soll, könnte dafür sorgen, dass während der Bauzeit der Besucherstrom nicht abreißt. „Wenn man das klug anstellt, merken die Leute, welches Vergnügen ein Klassiker macht“, sagte Holler der Zeitung. „Was dem Herrn der Ringe oder Harry Potter recht ist, sollte Goethe billig sein.“

Durch das virtuelle Wohnhaus entstünden „andere Welten“ und „unsere Art des Sehens würde völlig verändert“. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) residierte in seinem Weimarer Anwesen von 1782 bis zu seinem Tod. Am Weimarer Frauenplan verfasste er einen Gutteil seiner literarischen und sonstigen Werke, darunter beide Teile des „Faust“.

Mit Kopien hat man in Weimar schon einige Erfahrungen. Eine exakte Nachbildung von Goethes Gartenhaus wurde im Rahmen des Kulturstadtjahres 1999 angefertigt, auch, um das Original zu schonen. Seit 2002 ist es Teil einer Hotelanlage im 30 Kilometer entfernten Bad Sulza. Dort wird es für Ausstellungen, Lesungen und Feste genutzt. Zudem dient Goethes Gartenhaus II auch als Standesamt.

Dirk Löhr

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