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Kultur Grand Palais zeigt Kunst, die schwindlig macht
Nachrichten Kultur Grand Palais zeigt Kunst, die schwindlig macht
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09:52 19.04.2013
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Paris

Auf 4000 Quadratmetern werden die Sinne verwirrt: Ist das Objekt rund oder eckig? Was dreht sich? Das Werk oder wir?

Hinter dem etwa sperrigen Titel „Dynamo, un siècle de lumière et de mouvement dans l'art“ (etwa: Dynamo, ein Jahrhundert Licht und Bewegung in der Kunst) verstecken sich 200 Werke von mehr als 140 Künstlern und eine Ausstellung, die zu den Höhepunkten der Grand Palais-Kultursaison zählt. Präsentiert wird abstrakte und spielerische Kunst aus den Jahren 1913 bis 2013, die sich mit Hilfe mechanischer oder elektrischer Antriebe bewegt oder durch abstrakte und geometrische Formmuster überraschende oder irritierende optische Effekte erzeugt.

„Die Werke beeinflussen unsere Wahrnehmung und lösen Reize aus. Der Künstler wird gewissermaßen zum Herrn über unsere Sinne“, sagte der Kurator Matthieu Poirier. Victor Vasarely, Marcel Duchamp, Jean Tinguely, Anish Kapoor, Carsten Höller und Ann Veronica Janssens sind nur einige der optischen Magier, deren Werke bis zum 22. Juli zu sehen sind.

Die Ausstellung gleicht einem herrlich großen Lunapark. Noch vor dem Eintritt in den Grand Palais taucht die japanische Künstlerin Fujiko Nakaya den Besucher in dichte Wolken ein. „Cloud Installation“ heißt das Werk, bei dem aus dem Vorplatzbrunnen dicker Nebel steigt und die Grenzen zum wirklichen Umfeld auflöst.

Sehen, Fühlen und Spüren: Bei den Werken wird der Besucher durch einen Knopfdruck oder seine Positionierung zu einem wesentlichen Bestandteil des Werks. In dem „Rotating Labyrinth“ des Dänen Jeppe Hein aus dem Jahr wird durch die Bewegung des Betrachters die Wahrnehmung verändert und der verwirrende Eindruck von Schwindel erzeugt. Was dreht sich? Das gesamte Podest mit den etwa zwei Meter hohen Spiegelpfeilern, der innere Teil oder nur der äußere?

Ausstellung «Dynamo»

dpa

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