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Große Musikalität und filigrane Technik zelebriert

Rostock Große Musikalität und filigrane Technik zelebriert

Da fällt etwas auf: Die großen Meister des Klavierspiels, Ragna Schirmer etwa, Lars Vogt oder Bernd Glemser, die den Rostocker Philharmonischen Konzerten dieser ...

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Heinz-Jürgen Staszak über ein Philharmonisches Konzert in Rostock

Rostock. Da fällt etwas auf: Die großen Meister des Klavierspiels, Ragna Schirmer etwa, Lars Vogt oder Bernd Glemser, die den Rostocker Philharmonischen Konzerten dieser Saison ihren Glanz als „Flügelfeste“ gaben, waren keine seltenen Gäste, die der Norddeutschen Philharmonie aus Anlass ihrer 120. Jubiläumssaison mal die Ehre gaben. Sie haben regelmäßig, über Jahre hinweg, mit der Philharmonie konzertiert. Das Rostocker Orchester muss etwas haben, was hervorragende Pianisten anzieht.

Das gilt auch für den Festgast des 8. Philharmonischen Konzertes, den Münchner Meister Gerhard Oppitz (64), der bereits zum vierten Mal bei der Philharmonie gastierte. Das Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op.15 (1859) von Johannes Brahms gestaltete er hier bereits zum zweiten Mal; 2003 hatte er es hier anlässlich der Flügelweihe eines neu angeschafften Steinways, den er ausgesucht hatte, gespielt.

Und wieder gab es das bezwingende Erlebnis altmeisterlicher Souveränität in Technik, Musikalität und geistiger Durchdringungskraft, ohne aufgesetzte spektakuläre Effekte: die spannungsvolle Aufhebung des Unterschieds von Sinfonischem und Konzertierendem, die intensiven „Ausdrucksstellen“ virtuos in der Farbigkeit des Anschlags, die glanzvollen „virtuosen Stellen“ ausdrucksstark und durchsichtig in ihren motivischen Bezügen – beides in leuchtender Herbheit.

Da hatte es diesmal die Philharmonie nicht leicht mitzuhalten, unter dem Gastdirigenten Roger Epple (56) in seinem Rostocker Debüt, mit leicht trockenem und flachem Klang, eher aus dem Äußeren der Kraft als aus dem Inneren der Energie.

Das ließ sich aufbessern mit Dvoráks lebensfreundlicher Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (1890). Nicht dargeboten als breites Tongemälde klingenden Glücks, sondern die sinfonischen Züge nachgezeichnet – klangsatter und schwungvoller – auf ihrem Weg von Daseinszuversicht, über Naturpoesie und launige Tanzlust, zu auftrumpfender Lebensfreude.

OZ

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