Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Gruft der Hohenzollern wird saniert
Nachrichten Kultur Gruft der Hohenzollern wird saniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 02.08.2016

Wer im Berliner Dom zur Grabstätte der Hohenzollern will, muss suchen. Von der prunkvollen Erhabenheit anderer royaler Ruheorte ist nichts zu spüren – kein Pomp wie in der Wiener Kapuzinergruft, keine Monumentalität wie im Pantheon in Madrid. Wer in Berlin die Särge toter Fürsten sehen will, muss an den Toiletten und dem Technikraum vorbei.

Geht es nach der Kirchengemeinde im Herzen Berlins, soll im „Petersdom“ des deutschen Protestantismus die Grabstätte der Preußenkönige bald in neuem Licht erscheinen. Immerhin ruhen im Keller der einstigen Staatskirche fast 100 Hohenzollern, darunter der erste Preußenkönig Friedrich I., seine zweite Gattin Sophie-Charlotte und der Große Kurfürst, auch bekannt als Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Mehr als 700000 Menschen besuchen den Dom jedes Jahr. Nach der für 2019 vorgesehenen Eröffnung des Berliner Schlosses rechnet die Domverwaltung mit einem weiteren Schub. Die Vorstellung, dass sich die Massen dann noch immer durch das enge Treppenhaus zwängen müssen, graust Svenja Pelzel. Sie leitet das Renovierungsprojekt.

Der jetzige Zustand sei unwürdig, sagt sie. Der Umbau solle mehr Platz schaffen. Pelzel erhofft sich für die Renovierung die Unterstützung der Politik – „immerhin ist das ein Ort der deutschen Geschichte“.

Bis jetzt stehen dort hinter kniehohen Gittern in Reih und Glied 94 Sarkophage aus Holz, Zink und Marmor. Sie waren als persönliche Denkmäler für die Nachwelt gedacht. Die Renovierung kann die Domgemeinde aus eigener Kraft nicht stemmen. Die Summe liegt im niedrigen zweistelligen Millionenbereich.

OZ

Mehr zum Thema

Mit Sven Heise (26) und Dominic Dieth (30) hat die FDP die jüngsten Direktkandidaten auf der Insel im Rennen

28.07.2016

Das Zusammenleben von Eltern, Kindern und Großeltern ist selten geworden, aber als alternatives Modell heute manchmal wieder gefragt. Die eigene Familie muss es dabei nicht unbedingt sein.

12.09.2016

OZ-Interviews zur Landtagswahl: Norbert Schumacher, Freier Horizont, will die Bürger mehr in Entscheidungen einbinden.

01.08.2016

Aus zwei mach eins: Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und das Mecklenburgische Landestheater Parchim sind Geschichte

02.08.2016

Biografie eines Aufstiegs: Vom Sohn einer Augsburger Kaufmannsfamilie zu einer der wichtigsten Figuren Europas

02.08.2016

. Mit einem Konzertwochenende erinnern die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern an den Ausnahmegeiger und -dirigenten Yehudi Menuhin (1916-1999). Die Konzerte am 5.

02.08.2016
Anzeige