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Helene Fischer: Spüre keinen Erfolgs-Druck

Berlin Helene Fischer: Spüre keinen Erfolgs-Druck

Die Schlagerqueen spricht über ihr neues, ihr „persönlichstes“ Album

Berlin. Helene Fischer hat das geschafft, wovon andere nur träumen: Die 32-Jährige füllt Hallen und Stadien, auch wenn sie fünf Mal hintereinander in derselben Stadt auftritt. Mit ihrem neuen Album „Helene Fischer“ gibt sie in den kommenden Monaten Dutzende Konzerte deutschlandweit. 2018 folgt eine Stadion-Tour. Beim Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sind private Fragen nicht erwünscht – und auch über Politik spricht die Künstlerin nicht so gerne. Stattdessen plaudert die seit zehn Jahren erfolgreiche Sängerin („Atemlos“) über ihre Auszeit und die neue Platte sowie über Disziplin und Erfolgsdruck. Zudem verrät sie, wie es um eine internationale Karriere steht.

 

OZ-Bild

Schlagerstar Helene Fischer im Juli 2015 im Rahmen ihrer „Farbenspiel“-Tournee im . . . Olympiastadion auf.

Quelle: Foto: Matthias Balk/dpa

Ihre neue CD heißt genauso wie Sie. Warum eigentlich?

Helene Fischer: Dieses Album ist mit das persönlichste, das ich bisher gemacht habe. Es trägt zu einhundert Prozent meine Handschrift. Purer Helene Fischer geht nicht – deshalb haben wir uns dazu entschlossen, es ganz klassisch und zeitlos so zu nennen.

Was macht gerade das Persönliche in ihren Liedern aus?

Die Texte spiegeln mich wieder. Ich habe an allen Songs herumgewerkelt und war bei allen vom ersten bis zum letzten Schritt dabei. Viele Songs erzählen meine Geschichte. Und einige habe ich auch Menschen gewidmet, die mir wichtig sind und die ich liebe.

Nach Ihren vorherigen Platten „Farbenspiel“ und „Weihnachten“ verschwanden Sie ein wenig von der Bildfläche. Zeit zum Kraft tanken?

Ich fand es wichtig, einfach mal ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Weder hatte ich ein Album noch stand eine Tournee an – und das zum ersten Mal seit zehn Jahren in meiner Karriere. Es war ein wunderbarer Punkt, mir Zeit für mich und meine Familie zu nehmen. Ich habe viel Musik gehört, bin oft gereist und habe ganz normale Dinge getan: Freunde besuchen, kochen und das Leben genießen.

Hat Sie diese Zeit dann auch für die neuen Songs inspiriert?

Definitiv ja. Ich habe gemerkt, wie stressig so ein Alltag manchmal sein kann. Ich hatte vorher nie solche Gedanken. Diesmal kamen mir gewisse Worte und Bilder, einfach nur weil ich Zeit hatte und in der Natur spazieren war. Das habe ich alles ins Album mit einfließen lassen. Daraus habe ich unheimlich viel Kraft gezogen.

Spüren Sie nach den Mega-Erfolgen von „Farbenspiel“ mit der Single „Atemlos“ jetzt Druck – in sich selbst oder von außen?

Weder noch. Ich habe mir keinen Druck gemacht, bei „Atemlos“ anknüpfen zu müssen. Es ist viel spannender, Songs zu finden, die vielleicht ganz anders sind und wieder eine neue Facette von mir zeigen.

Es ist sowieso schwer zu sagen: Wir schreiben einen Hit. So etwas entwickelt sich, wie sich „Atemlos“ ja auch entwickelt hat.

Auf „Helene Fischer“ sind alles deutschsprachige Titel – haben Sie denn auch Ambitionen für eine internationale Platte?

Ich habe ja schon mit internationalen Stars zusammen gesungen. Das wäre also nicht komplett neu für mich. Aber eins nach dem anderen.

Also wird es so schnell kein englischsprachiges Album geben?

Ich bin zwar sehr offen, was das angeht. Aber ich erzwinge nichts. Sollte es sich einmal ergeben, dann werde ich das dankend annehmen. Aber ich habe jetzt keine Ambition, unbedingt auch noch den englischen Markt zu erobern.

Gibt es denn internationale Sänger, deren Art von Musik sie mögen – und sich denken: Das will ich auch mal ausprobieren?

Oh, da gibt es eine Menge. Ich höre alles Mögliche, sehr gern allerdings mag ich Singer-Songwriter-Musik. Wenn es auf Weihnachten zugeht, höre ich am liebsten etwas Richtung Jazz. Aber wenn es ein Genre gibt, das mich reizt, dann ist das Country-Musik. Das kann ich zu jeder Jahreszeit und in jeder Stimmung hören. Ich mag sowohl die schnellen Nummern als auch die Balladen – und das schon seit Jahren.

Da gibt es ja mit Loretta Lynn und Dolly Parton richtige Ikonen . . .

Das sind wirklich die Klassiker. Aber es gibt ja auch Carrie Underwood, Faith Hill, Lady Antebellum oder auch Kelly Clarkson, die jetzt eher Country-Pop macht. Das sind Bands und Künstlerinnen, die ich ganz toll finde.

Jetzt steht eine Tour mit 69 Auftritten an, danach noch die Stadien-Konzerte – da muss man schon Disziplin haben, oder?

Generell ist in meinem Job Disziplin wichtig. Diesmal werde ich zum ersten Mal mit den Akrobaten vom Cirque du Soleil zusammenarbeiten. Das bedeutet natürlich auch: Disziplin im sportlichen Sinne.

Da wird sicherlich einiges von mir abverlangt. Aber dem stelle ich mich gern und freue mich immens auf diese Zeit. Ich kann es selbst kaum erwarten, dass es losgeht.

Wie schaffen Sie es denn in solch einer Zeit, ihre Familie und Freunde nicht zu vernachlässigen?

Das Schöne ist, dass mein ganz enges Umfeld natürlich weiß, was in dieser sehr intensiven Phase für mich auf der Tagesordnung steht. Meine Freunde und meine Familie verstehen dann auch, dass ich mich manchmal nicht ganz so oft melden kann. Es macht ja gute Freunde aus, dass das dann okay ist. Wir versuchen dennoch ständig zumindest über Telefon oder WhatsApp in Kontakt zu bleiben. Meine Familie und Freunde sind sehr tolerant und verstehen, was der Job mit sich bringt. Das macht es mir sehr leicht.

Riesenhits und Rekorde

Helene Fischer (32) ist Tänzerin, Entertainerin, Moderatorin – und natürlich Sängerin. Mit ihrem Ohrwurm „Atemlos durch die Nacht“ feierte sie einen Riesenhit. Seit Jahren gehört sie hierzulande zu den populärsten Musikern. Ihr Album „Farbenspiel“ von 2013 ist eine der meistverkauften Platten in Deutschland aller Zeiten. Mit 16 Echos ist Fischer Rekordhalterin beim wichtigsten deutschen Musikpreis. Fischer ist mit Florian Silbereisen liiert. Zwischen Herbst und Frühjahr plant die Schlagerqueen 69 Hallen-Shows. In 14 Städten spielt sie. Los geht's am 12. September in Hannover. Im Sommer 2018 folgen zwölf weitere Termine.

Interview: Sebastian Fischer

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