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Kultur Hoch hinaus: Ausstellung zum Anfassen
Nachrichten Kultur Hoch hinaus: Ausstellung zum Anfassen
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07:03 15.05.2018
In Prora hat die Galileo Wissenswelt eröffnet, wo vorher das Experimenta Wissensmuseum beheimatet war. Luke Balzer (5) und Papa Heiko hatten Spaß an den Kugelbahnen. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Prora

Angefasst, mitgemacht und dazugelernt. In vielen Experimenten macht die Galileo Wissenswelt Wissenschaft erlebbar. Am Platz der einstigen Experimenta wurde kürzlich ein erster Technik-Bereich eröffnet. Neben altbewährten Stationen wird es dann auch viel Neues zu entdecken geben. „Auf dem Fahrrad über die Ausstellung zu schweben wird dann die Attraktion werden“, blickt Mitarbeiterin Brigitte Schwandt voraus. Die Seile sind gespannt und auch die Netze liegen schon parat. Täglich sind die Kollegen und Handwerker dabei, Neuigkeiten auf den 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu installieren.

Die Galileo Wissenswelt ersetzt die Experimenta. Begehbare Organe und eine Radtour auf dem Hochseil machen Wissenschaft erlebbar.

Nebenan sollen in der Bio-Welt noch in dieser Saison die menschlichen Organe nicht nur anfassbar, sondern in überdimensionalen Ausstellungsstücken auch begehbar werden. Jung und Alt können dann direkt auf Erkundungstour in Herz, Darm, Lunge und anderen Innereien gehen. Im Außenbereich sollen die Kinder sich dann auch bei der Goldwäsche und Edelsteinsuche im Sandkasten beschäftigen können. Bis alle Bereiche voll ausgebaut und eingerichtet sind, gelten in der Pre-Opening-Phase ermäßigte Eintrittspreise. Diese nutzten in dieser Woche vor allem die Urlauber aus den Bundesländern mit verlängerten Pfingstferien.

Manfred Rieder-Kiosze aus Sachsen Anhalt bat seine Kinder gleich zum Kräftemessen am Flaschenzug-Sessellift, mit dem sich die Besucher selbst in die Höhe bringen müssen. „Da haben wir noch nicht auf die Unterschiede geachtet. Der Vater hat gewonnen“, gestand der zehnjährige Lysander. Ein einfacher, doppelter oder dreifacher Flaschenzug beschleunigt und erleichtert die Arbeit. Beim nächsten Versuch bestand der Junior auf den Plätzetausch, um den Vater zu schlagen. „Wir kannten die Experimenta aus vorherigen Urlauben und wollten nun auch sehen, was draus geworden ist“, meinte der Familienvater aus dem Südharz, der dann vor allem alle Neuerungen auch selbst ausprobierte. Wiederholungstäter waren auch Jörgen Neubert und Sohn Henry. „Es ist eine deutliche Verbesserung zu den Vorjahren“, lobt der 45-Jährige. „Die weiträumige Gestaltung macht es um ein vielfaches schöner und angenehmer. So tritt man sich auch an Regentagen hier nicht auf die Füße.“

Nach der letztjährigen Saison begann man im September mit der Räumung. Im Oktober folgten Abriss und Baubeginn. Auch wenn die Sonderanfertigungen der Organe noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden und die Eröffnung der Bio-Welt somit noch auf sich warten lässt, sollen im Technik-Bereich zahlreiche Experimente den Einheimischen und Gästen auch schon in diesem Sommer manch Regentage verkürzen können. Zweieinhalb Stunden haben sich Sandra Kamionka und Tochter Samantha ausprobiert. „Es gibt viel zu erleben. Auch wenn ich einige Experimente aus der Schule kannte, war auch viel Neues dabei“, so die Zehnjährige. Auch die älteren Besucher zeigten sich beeindruckt. „Das sind auch noch für uns interessante Experimente“, meinte der 83-jährige Rolf Kieslich aus Hamburg. „Das Haus ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Insel und ihre Touristen.“

Wenke Büssow-Krämer

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