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Höhe des Einkommens bestimmt Erziehungsgeld

Im Gespräch Höhe des Einkommens bestimmt Erziehungsgeld

Kerstin Plundrich, Versorgungsamt Rostock

Rostock. Während der Elternzeit bekommen Vater oder Mutter finanzielle Unterstützung. OZ erkundigte sich nach den Voraussetzungen.

OZ: Wie lange gibt's Erziehungsgeld?

Kerstin Plundrich: Die Eltern können wählen, ob sie das Erziehungsgeld zwei Jahre lang mit monatlich 307 Euro oder nur ein Jahr lang, dann aber mit monatlich 460 Euro in Anspruch nehmen.

OZ: Wovon hängt die Zahlung ab?

Plundrich: Vom Einkommen der Antragsteller. Bestimmte Einkommensgrenzen dürfen nicht überschritten werden. In den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes bekommen die Eltern nur dann Erziehungsgeld, wenn das anrechenbare Jahreseinkommen bei nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten 51 130 Euro und bei anderen Berechtigten sprich Alleinerziehenden 38 350 Euro nicht überschreitet.

OZ: Was wird nach den ersten sechs Lebensmonaten des Kindes?

Plundrich: Haben sie nach dem 1. Januar 2001 das Licht der Welt erblickt, so gelten höhere Freigrenzen beim Einkommen. Allerdings erst, wenn das Kind sechs Monate alt ist. Überschreitet das anrechenbare Einkommen verheirateter oder in eheähnlicher Gemeinschaft lebender Eltern nicht die 16 470 Euro-Grenze, bekommen sie das volle Erziehungsgeld. Bei Alleinerziehenden stieg der Freibetrag auf 13 498 Euro.

OZ: Welchen Einfluss hat die Anzahl der Kinder?

Plundrich: Die Freigrenzen erhöhen sich für jedes weitere Kind um 2797 Euro. Ab 2003 werden die Freigrenzen für jedes weitere Kind um 3140 Euro angehoben.

OZ: Werden die jeweils gültigen Freigrenzen überschritten, gibt's kein Geld?

Plundrich: Doch, aber das Mehreinkommen wird auf das Erziehungsgeld angerechnet. Bei 307 Euro im Monat sind das 4,2 Prozent des Mehreinkommens. Wer sich für den einjährigen Bezug des erhöhten Erziehungsgeldes entschieden hat, muss sich mehr anrechnen lassen. Und zwar ab dem sechsten Lebensmonat des Kindes bis es ein Jahr alt ist. Bei 460 Euro Erziehungsgeld monatlich würde der Betrag somit um 6,2 Prozent des Mehreinkommens gekürzt.

OZ: Gibt es eine Unterstützung nach zwei Jahren Bundeserziehungsgeld?

Plundrich: Das Landeserziehunsgeld. Es wird nach dem zweiten Lebensjahr des Kindes bis zum dritten Geburtstag gezahlt. Und zwar nur an Schüler, Azubis und Studenten. Endet die Ausbildung vorher, so endet auch die Zahlung.

OZ: Wo bekommt man Anträge?

Plundrich: Schon in der Entbindungsklinik. Für Landeserziehungsgeld beim Versorgungsamt. Anruf genügt.



Interview: RITA LÖFFLER

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