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Kultur Hoher Chor in St. Marien wird saniert
Nachrichten Kultur Hoher Chor in St. Marien wird saniert
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06:02 08.05.2018
Der Hohe Chor in der Stralsunder Marienkirche soll jetzt saniert werden. Ein grünes Netz ist zum Schutz der Menschen und des Kirchenraumes vor herabstürzenden losen Stuck-Elementen angebracht. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Der Hohe Chor in der Stralsunder Marienkirche soll in diesem Jahr saniert werden. Die Kosten sind mit 300 000 Euro veranschlagt. Die Baumaßnahme soll mit Mitteln vom Land und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie mit Hilfe von Spenden finanziert werden. Den Eigenanteil von 25 000 Euro stellt der Pommersche Evangelische Kirchenkreis zur Verfügung.

Preußischer Baumeister

Nach jahrelangen „harten Auseinandersetzungen“, so Pastor Christoph Lehnert, sei die Entscheidung gefallen, dass bei der Restaurierung eine Fassung von Karl Friedrich Schinkel aus der Zeit um 1850 gerettet und erhalten werden soll. Rückblickend macht Lehnert kein Geheimnis daraus, dass er selbst aber auch die Mehrheit der Gemeinde lieber die mittelalterliche Fassung gehabt hätte. „Auch aus liturgischen Gründen“, so Lehnert. Ob tatsächlich Schinkel selbst den Entwurf erarbeitet hat oder der von einem seiner Zeitgenossen stammt und der preußische Baumeister nur seine Unterschrift unter die Zeichnung gesetzt hat, sei letztendlich nicht belegt. Der Architekt Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) war zu jener Zeit Leiter der Oberbaudeputation. In dieser Funktion unterstand ihm die Revisionsabteilung, die fast alle staatlichen Bauvorhaben für das Königreich Preußen überprüfte.

Stuck-Elemente stark beschädigt

Doch nun sei die Entscheidung durch die übergeordnete Kirchenleitung und die Denkmalpflege getroffen und Lehnert sei guten Mutes, dass damit die Sanierung des Hauptschiffes der Kirche, die seit 2001/02 läuft, abgeschlossen werden kann. Vor allem die Stuck-Elemente aus Gips sind stark angegriffen und beschädigt oder fehlen ganz. Teilweise schauen rostige Eisen, an denen sie befestigt sind, hervor. Ein grünes Netz soll die Besucher und den Kirchenraum vor herabstürzenden losen Teilen schützen.

Marlies Walther

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