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Kultur „Ich habe Mecklenburger Blut“
Nachrichten Kultur „Ich habe Mecklenburger Blut“
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00:00 19.10.2017
Die Band überzeugt mit ihrer Livequalität.Janek Kröger (29), Konzertbesucher
Rostock

Es war eine Mischung aus Ekstase, Hitze und einer geballten Ladung Akustik, die den Beatsteaks-Fans am Dienstag im Rostocker Moya körperlich einiges abverlangte: Zum Tourauftakt ihres im September erschienenen achten Albums „Yours“ waren die Berliner Punkrocker in die Hansestadt gekommen.

Zum Tourauftakt des neuen Albums „Yours“ spielten die Beatsteaks vor 1500 Fans im ausverkauften Rostocker Moya

„Yours“-Tour 2018

7. April 2018: Pier2 (Bremen) 8. April 2018: Ringlokschuppen (Bielefeld) 10. April 2018: Zenith – Die Kulturhalle (München) 11. April 2018: Jahrhunderthalle Frankfurt (Frankfurt/Main) 13.April 2018: Arena Leipzig (Leipzig) 14. April 2018: Westfalenhalle (Dortmund) 16. April 18: Sporthalle (Hamburg) 09. Juni 2018: Waldbühne (Berlin)

„Es ist der erste Tag der Tour und es wird der schönste Tag aller Zeiten“, versprach Sänger Arnim Teutoburg-Weiß zu Beginn den rund 1500 Fans, die bereits nach wenigen Minuten klatschnass geschwitzt waren. Der Titel „40 Degrees“, übersetzt 40 Grad, hätte passender nicht sein können. An der Motivation von Künstlern und Publikum änderte das nichts.

„Habt ihr Bock, dass die Party eskaliert?“, heizte Teutoburg-Weiß die Fans an. Mit seiner rot-schwarz gestreiften Hose und dem blauen Sommerhütchen wirkte der Beatsteaks-Frontmann eher wie ein großer Junge, der einen riesigen Kindergeburtstag zelebriert. Es ist vor allem diese Leichtigkeit und Lebensfreude, die die Fans lieben. Die Jungs um Sänger Teutoburg-Weiß (Bernd Kurtzke, Peter Baumann, Thomas Götz und Torsten Scholz) haben einfach Bock zu spielen. Und das merkt man. „Für mich überzeugt die Band vor allem durch ihre Live-Qualität“, lobte Janek Kröger. Der 29-Jährige war extra aus Berlin angereist, um das Konzert gemeinsam mit seinem Kumpel aus Rostock und seinen Eltern aus Stralsund zu erleben. „Sie sind absolut authentisch und rocken einfach“, schwärmt auch die 30-jährige Julia Schröder, bei der sich ein Hauch von Nostalgie breitmacht: „Die Beatsteaks war eine meiner ersten Bands in der Jugendzeit, daher wollte ich sie mir jetzt mal wieder anschauen“, sagt sie.

Vom kultigen Brachial-Punk der ersten Stunde hat sich die 1995 gegründete Band inzwischen längst verabschiedet und sich stilistisch immer wieder neu erfunden, ohne dabei in einer musikalischen Komfort-Zone zu verharren. Das zeigen nicht zuletzt das neue Album „Yours“ – quasi ein Geschenk an die Fans – und, laut eigener Aussage, ein buntes „Beatsteaks-Mixtape“, das zum Teil mit überraschenden und überaus schrägen Kooperationen aufwartet. Dazu gehören der deutsche Song „L auf der Stirn“ mit Deichkind oder „Abbadu“ mit Farin Urlaub, den die fünf Musiker im Moya servierten.

Neben Liedern wie „Mrs. Right“, „Policoro“ oder „I do“ der neuen CD heizten die Punkrocker den Besuchern auch mit Werken älterer Alben und Hymnen wie, „I don’t care as long as you sing“, ein.

Die oft gepriesene Bühnenshow rund um Sänger und Artistensohn Teutoburg-Weiß war zwar sympathisch und energiegeladen, wirkte aber dennoch vergleichsweise unspektakulär. Auch die Gleichung je lauter und wilder, desto besser, ging in diesem Fall leider nicht auf.

Wettgemacht wurde das vom Engagement des Beatsteaks-Frontmanns, der den Saal recht schnell im Griff hatte: spätestens als er verkündete: „In mir fließt Mecklenburger Blut: mein Papa kommt aus Rostock, meine Mama aus Güstrow.“

Gut sieben Wochen zuvor waren die Punkrocker bereits zu Gast in Nordwestmecklenburg und spielten auf dem Festival in Jamel. Die elf weiteren Konzerte der Band im Oktober und November sind bereits ausverkauft. Für 2018 sind acht weitere Auftritte geplant.

Stefanie Büssing

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