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00:00 13.07.2016
„Schwarz-Weiß ist eine Reduktion auf das Wesentliche“: Tina Jahnke (32) von FashionWeek.connected als Model im typischen Porträtstil von Markus Hoppe. Fotos (3): Markus Hoppe

Das Model steht etwas verloren in dieser riesigen Halle. Ihre langen wallenden schwarzen Haare, das schöne schlanke Gesicht, die anmutige Haltung vor weiß

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Der Essener Porträtfotograf Markus Hoppe zeigt zur Fashion Show während der Hanse Sail in der Halle 207 seine Porträt-Ausstellung

Tickets für die Fashion Show: Erhältlich in Ihrem OZ-Service-Center, unter shop.ostsee-zeitung.de oder unter 0381/38303017.

gekalkten Ziegelsteinen, Metallgitterfenster im Industriedesign, eine endlose Holztreppe mit dicken Bohlen und rostigem Handlauf – ideal. Für einen Fotografen wie Markus Hoppe aus Essen. Der 34-Jährige porträtiert in der Rostocker Halle 207 Models und Künstler für die „Exklusive Fashion Show“ bei der Hanse Sail am 13. August.

Temmy Rockmann (26) aus Greifswald ist eines der Models, die bei der Show auftreten. Die Mädels wurden während der Warnemünder Woche in einem Partyzelt am Strand gecastet. In der Jury saß unter anderen der Rostocker Jazzsaxophonist Andreas Pasternack. Insgesamt neun großformatige Schwarz-Weiß-Porträts der Models, aber auch von Künstlern, die am 13. August auftreten, sind während der Show in der Halle 207 in einer Ausstellung zu sehen.

Mit dabei sind Musiker wie der Gitarrist Tommy Thomann, die Sänger des Rostocker Shantychors Blow Boys, die Sopranistin Aukse Maria Petroni, die die Show moderieren wird, oder die Berliner Balletttänzerin Lia Kemendi vom Friedrichstadtpalast-Ensemble.

Markus Hoppe macht von jedem seiner Models zwei Porträtfotos – mit und ohne Brille. Das Projekt steht unter dem Motto „Immer ein besonderer Mensch dahinter“ und promotet auch das Warnemünder Brillenkontor „Janmare“, wo die Bilder im Anschluss an die Fashion Show in den Verkaufsräumen zu sehen sind. Ulrike Klein (39) und Tina Jahnke (32) von FashionWeek.connected, die die Show veranstalten, sagen: „Wir zeigen mit den Porträtfotos die Tom Ford Private Collection und wollen die Künstler unserer Show sichtbar machen.“

Die Fotografien von Hoppe erinnern in ihrer Klarheit, den zuweilen harten Schnitten, der unterkühlten Erotik, der gewollten Unschärfe und vor allem der Heroisierung weiblicher Schönheit an die provokative Modefotografie der 90er Jahre mit Starfotografen wie Richard Avedon, Herb Ritts, Peter Lindbergh oder Bruce Weber.

Tatsächlich nennt Markus Hoppe den New Yorker Lindbergh als Inspirationsquelle: „Wer mich immer angeregt hat, war Peter Lindbergh. Ich bin auch nicht so ein riesiger Fan von Schärfe. Eine leichte Unschärfe aus der Bewegung heraus gibt dem Bild auch etwas Geheimnisvolles. Ein großes Ziel für mich ist es, in diese Sphären zu kommen. Das ist eher so ein Miteinander mit dem Model, so dass die Technik – also Kamera und Licht – in den Hintergrund geraten. Ich suche nicht das Rampenlicht. Ich möchte das Model glänzen lassen.“

Markus Hoppe hat erst vor vier Jahren angefangen mit der Mode- und Porträtfotografie. Zuvor hat er sich als Amateur auf Landschaften konzentriert. Ohne Workshops oder eine Fotohochschule besucht zu haben, hat er sich in dieser kurzen Zeit einen Namen in der Fotografie-Szene von Nordrhein-Westfalen gemacht. Seine Kerngebiete Düsseldorf, Dortmund, Essen, Köln. Sein Vorteil: Er ist hauptberuflich Controller, so dass er nur Aufträge annimmt, die seiner Linie entsprechen. Seit zwei Jahren sei das die Porträtfotografie in Schwarz-Weiß. „Farbe lenkt bei Gesichtern zu sehr ab“, sagt er.

„Schwarz-Weiß ist eine Reduktion auf das Wesentliche“.

Diese Schau in der alten Rostocker Werfthalle passe da genau hinein. Markus Hoppe: „Mein Ziel ist es nicht, die große Masse anzusprechen. Ich bin wirtschaftlich unabhängig, und von daher kann ich diese freien Arbeiten machen.“

Michael Meyer

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