Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Immer wieder Familie: Der Kino-Förderpreis in München

München Immer wieder Familie: Der Kino-Förderpreis in München

Den Förderpreis Neues Deutsches Kino auf dem Filmfest München gibt es für verwandtschaftliche Verwicklungen. Mal erschreckend und bedrückend, dann wieder humorvoll. Geschichten von jungen Filmemachern, die neugierig machen.

München. Das Familiendrama „Die Hände meiner Mutter“ mit Jessica Schwarz ist am Freitagabend auf dem Filmfest München als bester Nachwuchsfilm ausgezeichnet worden.

Der mit 30 000 Euro dotierte Förderpreis Neues Deutsches Kino für Regie ging an Florian Eichinger. Der Filmemacher erzählt darin von Markus, der als Kind von seiner Mutter missbraucht wurde und sich nun als Erwachsener durch einen Vorfall mit seinem eigenen Sohn daran erinnert. Hauptdarsteller Andreas Döhler wurde als bester Schauspieler gewürdigt.

Der Produktionspreis ging an Jana Raschke und Igor Dovgal für „Haus ohne Dach“. Beste Drehbuchautorin wurde die Münchner Filmhochschülerin Mareille Klein für die Tragikkomödie „Dinky Sinky“.

Regiegewinner Eichinger schließt mit „Die Hände meiner Mutter“ eine Trilogie über Familiengewalt ab, die mit seiner Produktionsfirma Bergfilm in Hamburg entstanden ist. Die Jury lobte seine feine Erzählweise, die kluge Psychologie der Figuren und die präzise Schauspielführung: „Ein Film, bei dem uns immer wieder der Atem stockte und der uns am Ende dennoch einen Weg aus der Ausweglosigkeit weist.“

Um starken Zusammenhalt in der Familie geht es in „Haus ohne Dach“. Drei Geschwister wollen die Leiche der Mutter von Deutschland in ihr kurdisches Heimatdorf im Irak bringen. Eine abenteuerliche Reise beginnt. Der Film sei mit wenigen Mitteln und unter schwierigen Bedingungen entstanden. Mit seiner Leichtigkeit und seinem lakonischen Humor bringe er zum Lachen, er mache aber auch sprachlos angesichts des Leids, den der Krieg über die Menschen bringe, befanden die Juroren. „Haus ohne Dach“ ist der Abschlussfilm von Soleen Yusef an der Filmakademie Baden-Württemberg.

In „Dinky Sinky“ dagegen bleibt eine eigene Familie für die Protagonistin Frida vorerst ein Traum. Das mit dem Kinderkriegen klappt nicht und dann verlässt sie auch noch ihr Freund. Der Film habe ein großes Herz und einen nüchternen Blick und mache mit großer Eleganz vor keiner Peinlichkeit halt, so die Begründung der Preisrichter.

Juroren waren in diesem Jahr der Schauspieler Johann von Bülow („Elser“), die Produzentin Nicole Gerhards („Das Fremde in mir“) und der Filmemacher Dietrich Brüggemann („Kreuzweg“). Den Förderpreis gibt es seit 1989, anfangs nur für Regisseure, später auch in anderen Kategorien, mehrfach wurde er auch umbenannt. Er ist mit insgesamt 70 000 Euro dotiert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rom/Schwäbisch Gmünd

„Abschied vom guten Riesen“, „Ciao, legendärer Bud!“: Für Millionen war Bud Spencer ein Held ihrer Kindheit. Sein Tod bewegt auch viele Menschen in Deutschland, vor allem in Schwäbisch Gmünd.

mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.