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Kultur Isabelle Huppert: Die kühle Intellektuelle
Nachrichten Kultur Isabelle Huppert: Die kühle Intellektuelle
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00:00 16.03.2013
Isabelle Huppert (60) Quelle: dpa
Paris

Von Isabelle Huppert geht etwas Unnahbares, Strenges aus. Nicht nur auf der Leinwand. Auch im wirklichen Leben wirkt die sommersprossige Schönheit unzugänglich, fast unnahbar.

Huppert umgibt eine Aura, die für sie zum Karriere- Sprungbrett wurde.

Ihr maskenhaftes Mienenspiel, das gleichzeitig grenzenlose Verzweiflung und Trauer vermittelt, ist zu ihrem Markenzeichen geworden. Die Darstellerin, die heute am 16. März ihren 60.

Geburtstag feiert, ist eine Ausnahmeerscheinung des französischen Kinos, das ihren Star gern die „kühle Intellektuelle“ nennt.

„Man fühlt kaum je mit ihr, aber sie lässt einen nur schwer los“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Kürzer ist das Talent der Pariserin kaum auf den Punkt zu bringen. Ob in dem Psychothriller „Biester“ von Claude Chabrol oder Michael Hanekes Literaturverfilmung „Die Klavierspielerin“: Huppert zeigt emotionale Gratwanderungen und größte Intensität mit einem Minimum an Mimik.

Huppert ist ein Profi. Sie wurde mit Preisen überschüttet. Die Jury des Filmfestivals in Cannes hat sie gleich zweimal als beste Schauspielerin mit der Goldenen Palme ausgezeichnet:

1978 für „Violette Nozière“ von Chabrol, in dem sie ein Mädchen spielt, das nachts das Elternhaus verlässt, um Männerbekanntschaften zu machen, und 2001 für ihre Rolle in Hanekes „Klavierspielerin“.

In der gleichnamigen Verfilmung des Romans von Elfriede Jelinek spielt sie eine kühle Musiklehrerin mit sadomasochistischen Neigungen. 2009 wurde sie zur Präsidentin der Cannes-Jury ernannt.

Schmal, blass und nur 1,52 groß: Heute kann sie auf rund 100 Filmrollen in 30 Jahren Karriere zurückblicken.

OZ

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