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Kultur Janis Joplin: Hemmungslos, intensiv, verletzlich
Nachrichten Kultur Janis Joplin: Hemmungslos, intensiv, verletzlich
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00:00 13.01.2018

Es war ein trauriges neues Phänomen für die damals noch junge Rockmusik. Innerhalb von genau zwei Jahren, zwischen Juli 1969 und Juli 1971, starben vier ihrer größten Talente – alle erst 27 Jahre alt. Weil sie einen exzessiven bis selbstzerstörerischen Lebensstil pflegten, war bald vom „Club 27“ der Promi-Opfer von „Sex & Drugs & Rock ’n’Roll“ die Rede. Janis Joplin war neben Brian Jones (Rolling Stones), Jimi Hendrix und Jim Morrison (The Doors) die einzige Frau im makabren Quartett. Aber nicht nur deshalb ging die am 19. Januar 1943 in Port Arthur im US-Bundesstaat Texas geborene weiße Blues- und Rocksängerin in die Musikgeschichte ein. Joplin wurde zur Ikone der Hippiekultur und – ob berechtigt oder nicht – mit ihrem auf und neben der Bühne ausgestellten Selbstbewusstsein zu einer frühen feministischen Leitfigur.

Mit leidenschaftlicher Stimme: Janis Joplin im Jahr 1968 bei einem Folk-Festival Quelle: Foto: Dpa

In ihrer Bedeutung für den Sixties-Mythos rangiere sie direkt hinter Bob Dylan, urteilte wenige Jahre nach ihrem Drogentod am 4. Oktober 1970 das US-Magazin „Rolling Stone“. Joplin habe „eine der leidenschaftlichsten Stimmen der Rockhistorie“ besessen, hieß es 1995 zur posthumen Einführung in die Rock & Roll Hall of Fame. „Ihr rauer Bluesrock war der Soundtrack zum „Sommer der Liebe“ von San Francisco“, schrieb der britische „Guardian“ 2015 zur Veröffentlichung der Filmdokumentation „Janis: Little Girl Blue“.

Am 19. Januar hätte Janis Joplin ihren 75. Geburtstag feiern können. Und wie bei Brian Jones, Jimi Hendrix oder Jim Morrison fragt man sich: Was wäre aus ihr geworden, hätte sie mehr als nur die paar wilden Jahre gehabt? Bei ihr war die Zeitspanne des Glücks schließlich sogar noch kürzer. Über ihren elenden Heroin-Tod in einem Motelzimmer in Los Angeles sagte der britische Kollege Eric Burdon (The Animals) später lakonisch: „Janis starb an einer Überdosis Janis.“

Das Album „Pearl“ erschien dann – inklusive dem von Kris Kristofferson für Joplin geschriebenen Welthit „Me And Bobby McGee“ – im Februar 1971, wenige Monate nach ihrem Tod.

Werner Herpell

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