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00:00 04.10.2017
Stolpe

Ein Konzert wie jedes andere? Ja und nein! Denn wer zum Finale des Ostsee-Musikforums, des langjährig von David Geringas betreuten Internationalen Meisterkurses Violoncello, nach Stolpe auf der Insel Usedom kommt, darf neben meist bekanntem Repertoire mit einer in dieser Vielfalt sonst eher seltenen und – der Jugendlichkeit der Kursanten geschuldet – besonders individuellen gestalterischen Angebotsbreite rechnen. Umso mehr, als sich das Programm diesmal auf weniger, aber nun auch komplette Werke orientierte und eine durchaus nicht unattraktive stilistische Buntheit künstlerisch gewichtigeren Optionen Raum bot.

Das eine tun, das andere nicht lassen! Verheißungsvoll der Einstieg mit dem 13-jährigen Paul-Lukas Grün und einem Mendelssohn (Sonate op. 58, 1. Satz), dem es an dynamisch schön differenziertem und forschem Musiziergestus nicht fehlte. Noch weniger der viersätzigen A-Dur-Sonate César Francks, die sich Marie-Thérèse Vollmer und Emilia Lomakova – Musikpreisträgerin 2017 des Usedomer Musikfestivals – teilten: beide mit ambitioniertem Hang zum melodisch ausladenden französisch-romantischen Musizierstil; Letztere mit dem ausgereifteren Spiel.

Und dann jene Talente, denen man „Arbeit“ nicht anmerkt. Sie nehmen Platz – und los geht’s mit umwerfender Selbstverständlichkeit. Brillant und souverän etwa Anastasia Feruleva mit Rimski-Korsakows Konzertfantasie „Le Coq d’ Or“ , ein Paradeprunkstück attraktiver Selbstpräsentation. Vom Anspruch ganz anders: Schostakowitschs in jeder Hinsicht höchst anspruchsvolle Sonate op. 40, die Stanislas Kim technisch wie gestalterisch geradezu atemberaubend eindringlich präsentierte. Dazu passte Prokofjews klanglich vielfach harsches Sinfonisches Konzert op. 125 (1. Satz), das in der lyrisch bis notwendigerweise rabiaten Darstellung Michael Polyzoides auf gleiche Weise den schon professionellen Standard seines Interpreten verriet. Ein starker Abend, der nicht zuletzt dank der bravourösen Pianistin Tamami Toda-Schwarz begeistert gefeiert wurde.

OZ

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