Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Kämpfernatur: Filmregisseurin Margarethe von Trotta wird 75
Nachrichten Kultur Kämpfernatur: Filmregisseurin Margarethe von Trotta wird 75
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 21.02.2017

Mit Filmen wie „Die bleierne Zeit“, „Rosa Luxemburg“ und „Hannah Arendt“ hat Margarethe von Trotta Kino-Geschichte geschrieben. Ihr bisher letzter Spielfilm, „Die abhandene Welt“, kam 2015 in die Kinos und wurde ein Erfolg bei Publikum und Kritik.

Neue Projekte sind in Arbeit. Margarethe von Trotta, Deutschlands international bekannteste Regisseurin, gibt nicht auf. Immer wieder bestätigt sie jene Haltung, die eine Fernsehdokumentation zu ihrer Arbeit einmal im Titel zusammengefasst hat: „Die Lust zu kämpfen – die Kraft zu lieben“. Die am 21. Februar 1942 in Berlin geborene Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin mit Wurzeln in einem baltischen Adelsgeschlecht beschäftigt sich immer wieder mit starken, kämpferischen Frauen. Ein unerschöpfliches Thema, das sie dazu nutzt, über Einzelschicksale gesellschaftliche Entwicklungen zu spiegeln.

Ihre bekanntesten Filme sind das von den Biografien der Schwestern Ensslin angeregte Kammerspiel „Die bleierne Zeit“ (1981), die Filmbiografien „Rosa Luxemburg“ (1985) und „Hannah Arendt“ (2012) sowie das Anti-Nazi-Drama „Rosenstraße“ (2003). Weltweit bekam sie viele Auszeichnungen. Ihre deutsch-deutsche Liebesgeschichte „Das Versprechen“ (1995) errang gar eine „Oscar“-Nominierung.

Begonnen hat Margarethe von Trotta als Schauspielerin bei Regisseuren wie Rainer Werner Fassbinder, Reinhard Hauff und Herbert Achternbusch. 1975 kam der Durchbruch mit Ko-Drehbuch und Ko-Regie neben ihrem langjährigen zweiten Ehepartner Volker Schlöndorff mit „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ nach Heinrich Böll. Sie hat in ihren Filmen vielen deutschen Aktricen deren beste Rollen gegeben. Stars wie Angela Winkler, Hanna Schygulla, Katja Riemann und vor allem Barbara Sukowa verdanken Margarethe von Trotta einige ihrer eindrucksvollsten Filmauftritte.

Das Publikum hat die Filme der Regisseurin geschätzt. Die Kritik war ihr nicht immer gewogen. Die heftigen Anwürfe gegen ihren Film „Heller Wahn“ (1983) in Deutschland hat von Trotta als „richtiggehend sexistisch“ empfunden. Dann wurde das Drama um eine Frauenfreundschaft von der New Yorker Szene-Zeitung „Village Voice“ zu den zehn besten Filmen des Jahres gekürt.

„Das hat mich auch wieder getröstet.“

Peter Claus

OZ

Mehr zum Thema

Auf einer Insel fernab von Rügen feiert Wolfgang Lippert heute seinen 65.

16.02.2017

Ungefiltert möchte Trump seine Botschaften verbreitet wissen und erweist deswegen Tausenden in Florida die Gunst. Die Bewegung ist begeistert. Immer schärfer keilt der Präsident gegen die Medien - und das verfängt.

19.02.2017

Oberbürgermeister und Chefkämmerer äußern sich zur finanziellen Situation der Stadt

20.02.2017

Martin Rakelmann aus Göhren hat sich auf die Fotografie des Nachthimmels spezialisiert

21.02.2017

Ausverkauft! Die Kölner Band spielte am Sonntagabend in der Stadthalle, 4500 Besucher waren zu AnnenMayKantereit in die Stadthalle gekommen.

21.02.2017

Stefan Zweig (1881-1942) ist neben Thomas Mann der berühmteste deutschsprachige Autor des 20.

21.02.2017
Anzeige