Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Kampf der Geschlechter im Museum
Nachrichten Kultur Kampf der Geschlechter im Museum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 25.11.2016

. „Mit Adam und Eva fing das ganze Schlamassel an“, sagt die Kuratorin Felicity Korn. Die Anziehung und Abstoßung zwischen Mann und Frau hat das Städel Museum in Frankfurt am Main zum Thema einer Sonderausstellung gemacht. Entsprechend eröffnet die Schau „Geschlechterkampf. Franz von Stuck bis Frida Kahlo“ mit dem Paar im Paradies. Der Münchner Maler Franz von Stuck (1863-1928) zeigt die Frau nackt von vorn, den Mann dezenter von hinten. Vor schwarzem Hintergrund windet sich die Schlange eng um die Frau und bietet gemeinsam mit ihr dem Mann den Apfel dar. Für den Maler war die sexuell reizvolle Frau und die Schlange als Versucher eins. Die Botschaft: Die selbstbewusste, aktive Frau führt den Mann ins Verderben. Mit dem Aufkommen der Emanzipationsbewegung der Frauen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sei das Verhältnis der Geschlechter zum Thema der Kunst geworden, sagt Städel-Direktor Philipp Demandt. „Die Kunstwerke veranschaulichen die Angst der Männer vor einer selbstbewussten weiblichen Sexualität.“ In dem Gemälde von Jean Benner (1836-1906) blickt die Frau mit mädchenhaftem Gesicht ungerührt den Betrachter an, die vollen Brüste nur von einem durchsichtigen Tuch bedeckt, in den Händen eine Platte mit dem Haupt des Täufers. Auch hier lautet die Moral: Die erotisch anziehende Frau ist zugleich männermordend grausam. Die Schau zeigt 150 Werke der Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und des Films von 1860 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Zu den präsentierten Künstlern gehören Édouard Manet, Auguste Rodin, Max Liebermann, Gustav Klimt, Otto Dix und Hannah Höch. „Wir hätten gerne mehr Gemälde mit Männern, auch unbekleideten, gezeigt, die gibt es aber nicht“, sagt Kurator Felix Krämer.

OZ

Roman Schmidt aus Zinnowitz liebt das Theater, ist „Botschafter“ der Vorpommerschen Landesbühne/ Außerdem testet er Hotels auf Barrierefreiheit

25.11.2016

Das Theater Vorpommern führt Molieres „Der eingebildete Kranke“ auf

25.11.2016

Zwischenlösung bis März sieht ein Plus von 2,4 Prozent vor

25.11.2016
Anzeige