Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Keine Oscars für deutsche Filmschaffende
Nachrichten Kultur Keine Oscars für deutsche Filmschaffende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:42 27.02.2017
Ruth Negga, nominiert als beste Hauptdarstellerin, trägt die blaue „ACLU“-Schleife. Quelle: Matt Sayles/invision
Hollywood

Die deutschen Filmschaffenden sind bei der Oscar-Verleihung leer ausgegangen. Regisseurin Maren Ade musste sich mit ihrer Tragikomödie „Toni Erdmann“ dem iranischen Drama „The Salesman“ von Asghar Farhadi geschlagen geben. Für Farhadi war es bereits der zweite Auslands-Oscar in seiner Karriere.

Der Doku-Filmer Marcel Mettelsiefen konnte in seiner Kategorie „Kurz-Dokumentation“ ebenfalls nicht gewinnen. Der 38-Jährige war mit seinem Werk „Watani: My Homeland“ über die Flucht einer syrischen Familie nach Deutschland nominiert. Den Oscar gewann aber „The White Helmets“ von Orlando von Einsiedel und Joanna Natasegara. Die Doku erzählt von freiwilligen Helfern der Weißhelme-Organisation in Syrien, die nach Bombenangriffen Opfer aus den Trümmern retten. Der Düsseldorfer Komponist Hauschka war mit dem Soundtrack für den Film „Lion“ nominiert; den Preis räumte „La La Land“ ab.

Doch die Enttäuschung dürfte sich in Grenzen halten, zumindest bei Maren Ade. Die 40-Jährige hatte zuvor auf dem roten Teppich erzählt, dass sie sich schon vor der Oscar-Verleihung als Gewinnerin sehe. Die Filmakademie mache es mit den zahlreichen Veranstaltungen schon im Vorfeld so toll, dass man „sich wie ein Gewinner fühlt“.

In den Schauspielerkategorien wurden als beste Nebendarsteller zwei Schwarze ausgezeichnet: Mahershala Ali gewann für seine Leistung in dem Drama „Moonlight“. Darin spielt der 43-jährige US-Amerikaner einen Drogenhändler und Ersatzvater für einen jungen schwarzen Heranwachsenden. Ali zeigte sich sichtlich gerührt von der Ehrung - seine Auszeichnung ist erst der fünfte Oscar für einen schwarzen Nebendarsteller.

Bei den Frauen wurde Viola Davis ausgezeichnet. Die 51-Jährige gewann für ihre Leistung in dem Drama „Fences“ von Regisseur Denzel Washington, der auch in dem Film selbst die Hauptrolle spielt. Es ist der erste Oscar für Davis („The Help“) und der siebte Oscar für eine schwarze Nebendarstellerin. Das Drama „Fences“ ist eine Theateradaption und erzählt von einem afroamerikanischen Paar in den USA der 1950er Jahre.

Als großer Favorit mit 14 Nominierungen war das Musical „La La Land“ ins Rennen gegangen. In den ersten Kategorien enttäuschte der Film mit Emma Stone und Ryan Gosling, doch dann folgten Oscars für Kamera und Filmmusik, den Filmsong sowie das Produktionsdesign. Und die Königskategorien beste Hauptdarsteller, Regie und Film stehen noch aus.

dpa

Mehr zum Thema

Die Sache ist eigentlich schon entschieden: Die Stimmzettel für die Oscarnacht werden jetzt ausgezählt.

22.02.2017

Von Aleppo nach Deutschland und jetzt nach Hollywood: Die Syrerin Hala aus der Flüchtlings-Doku eines deutschen Regisseurs fliegt zu den Oscars ein. Wie brisant wird die Show? Hat Politik auf der Bühne Platz?

23.02.2017

In Hollywood hat die 89. Oscar-Gala begonnen. Die Show startete eher ungewöhnlich mit einer Musikeinlage von Justin Timberlake, der den Oscar-nominierten Song „Can't ...

27.02.2017

Gepflegte Fingernägel machen immer einen guten Eindruck. Damit das auch so bleibt, muss der Nagellack regelmäßig gewechselt werden. Doch welchen Entferner sollte man verwenden? Im Handel gibt es eine große Auswahl.

27.02.2017

Die deutsche Regisseurin Maren Ade ist bei den Oscars leer ausgegangen. Ihre Tragikomödie „Toni Erdmann“ hatte das Nachsehen beim Auslands-Oscar - stattdessen gewann ...

27.02.2017

Das iranische Drama „The Salesman“ von Asghar Farhadi hat den Auslands-Oscar gewonnen. Damit ging der deutsche Beitrag „Toni Erdmann“ von Regisseurin Maren Ade in der Nacht leer aus.

27.02.2017