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Kultur Kickern in der Kneipe: Torschüsse aus dem Handgelenk
Nachrichten Kultur Kickern in der Kneipe: Torschüsse aus dem Handgelenk
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04:05 30.05.2013
Etienne Doer (30), Ariane Doer (26), Sven Dankert (28) und Ingo Strieck (35, v.l.) am Kicker-Tisch im Bunker. Quelle: Frank Söllner
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„Tischfußball ist genau der richtige Sport für mich. Ich trainiere dabei die Oberarme und mein Koordinations- und Konzentrationsvermögen“, sagt Stefanie Kort. Die 26-Jährige kommt regelmäßig zum Kickern in den Bunker. Dort trainiert die Sachbearbeiterin jeden Mittwochabend, meist für zwei Stunden.

Stefanie Kort ist Schriftführerin im Verein „Kickerkogge“, der rund 50 Spieler hat. 17 Teams aus Rostock gehören aktuell dazu. „Wir veranstalten regelmäßig Meisterschaften und Turniere in Rostock, spielen aber auch gegen Mannschaften aus anderen Städten“, sagt Kort. In ganz MV gebe es rund 100 aktive Tisch-Fußballspieler.

Die zierliche, blonde Frau spielt seit einigen Jahren Tischfußball. Angefangen hat sie in Kneipen, wie dem Rostocker „Pleitegeier“. „Tischfußball ist mehr als eine Kneipenbeschäftigung. Es ist ein richtiger Sport“, sagt Stefanie. Bei Turnieren ist es zum Beispiel verboten, die Figuren um mehr als 360 Grad zu drehen. Außerdem darf man die Stangen nicht so stark gegen die Banden schlagen, dass der Tisch wackelt. Nur gezielte Schüsse sind erlaubt.

Bis es richtig gut klappt, dauert es eine Weile. „Am Anfang habe ich Ballkontrolle geübt. Man muss lernen, wie der Ball reagiert, wenn ihn eine Figur berührt. Dann übt man gezielte Pässe“, sagt Ariane Doer. Die 26-Jährige ist Kassenwart bei der Kickerkogge. Außerdem hat die Software-Entwicklerin 2012 gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins den „Tischfußball-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet. „Durch einen Verband gewinnt Tischfußball überregional an Bedeutung und wird ernster genommen. In anderen Bundesländern ist es längst als Sport anerkannt“, sagt die gebürtige Teterowerin.

Sie und ihr Ehemann Etienne (30), ebenfalls aktiver Spieler, werden in Kneipen oft komisch angeguckt, wenn sie kickern. „Wenn die Leute uns sehen, wollen sie meist nicht mehr mitmachen, weil sie nicht verlieren wollen“, sagt Etienne. Sven Dankert kommt auch regelmäßig in den Bunker. Der 28-Jährige hat früher nur in Kneipen Fußball-Live-Übertragungen geschaut. Irgendwann kam der Tisch-Fußball dazu. „Das passt gut zusammen. Erst schauen, dann selber spielen.“ Besonders ist die Atmosphäre nach Spielen des FC Hansa Rostock. „Man merkt, ob die Mannschaft verloren oder gewonnen hat. Wenn sie verloren hat, sind die Tischfußballer aggressiver. Sie wollen nur draufhauen. Bei einem Sieg geht es entspannter zu“, sagt der Schüler des Abendgymnasiums Rostock.

Grit Schreiter

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