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Klaus Staeck im Museum: „Sand fürs Getriebe“

Klaus Staeck im Museum: „Sand fürs Getriebe“

Essen. „Sand fürs Getriebe“ lautet der Titel einer umfangreichen Retrospektive im Folkwang Museum in Essen zum 80. Geburtstag des Plakatkünstlers Klaus Staeck (Foto).

Essen . „Sand fürs Getriebe“ lautet der Titel einer umfangreichen Retrospektive im Folkwang Museum in Essen zum 80. Geburtstag des Plakatkünstlers Klaus Staeck (Foto). Auch wenn es dem Heidelberger Grafiker, Juristen und Verleger immer darum gegangen sei, die Kunst auf die Straße zu tragen, gehöre sein Werk heute ins Museum, betonte

gestern der Geschäftsführende Direktor des Folkwang Museums, Hans-Jürgen Lechtreck. Staeck habe mit seinen satirischen Plakaten, Postkarten und Aufklebern das visuelle Gedächtnis der Bundesrepublik seit Ende der 1960er Jahre maßgeblich mitgeprägt.

Die Folkwang-Ausstellung zeigt bis 8. April neben den frühen Grafiken aus den 60ern und einigen Objekten mehr als 200 Plakate aus dem Zeitraum 1971 bis heute. Darunter seine bekanntesten Motive aus dem Bundestagswahlkampf 1972, „Deutsche Arbeiter! Die SPD will Euch Eure Villen im Tessin wegnehmen“ und „Die Reichen müssen reicher werden. Deshalb CDU“. Oder das berühmte Altersbild der Mutter des Malers Albrecht Dürer im Dürerjahr 1971, versehen mit der Aufschrift „Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?“ Ein aktuelles Motiv von 2017 zeigt US-Präsident Trump auf der Weltkugel reitend wie Münchhausen: „Wieder im Programm: Der Lügenbaron.“

Klaus Staeck, bis 2015 Präsident der Akademie der Künste, bezeichnet sich als „Störer der bequemen Verhältnisse“. Satire bedeute für ihn, „sich für die unverschuldet Schwachen gegenüber den übermäßig Starken einzusetzen“. Für ihn komme es darauf an, Menschen aufzurütteln und zum Handeln zu bewegen. FOTO: DPA

OZ

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