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„Komisches Buch“ von Marion Brasch

Rostock „Komisches Buch“ von Marion Brasch

Wo war denn eigentlich dieser Godot, während man auf ihn wartete? Dieser interessanten Fragestellung geht Marion Brasch (Jahrgang 1961) in ihren aktuellen Buch nach.

Rostock. Wo war denn eigentlich dieser Godot, während man auf ihn wartete? Dieser interessanten Fragestellung geht Marion Brasch (Jahrgang 1961) in ihren aktuellen Buch nach. Das wird aber keine Literatur im Sinne von Samuel Beckett (1906-1989), der mit seinem Theaterklassiker „Warten auf Godot“ diese Redewendung geradezu sprichwörtlich machte.

 

OZ-Bild

Marion Brasch bei ihrer Lesung in Rostock

Quelle: Thorsten Czarkowski

Eine „bebilderte Lesung“ sollte es werden, als Marion Brasch am Dienstagabend in der anderen Buchhandlung ihr Werk vorstellte, in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Literaturhaus Rostock.

Braschs Buch trägt den Titel „Die irrtümlichen Abenteuer des Herrn Godot“, die Autorin erzählt die meist absurden Abenteuer, die sie für Godot erdacht hat. Illustriert wurden die Texte von Matthias Friedrich Muecke. Seine Motive waren während der Lesung auch als Projektionen in Hintergrund zu sehen. Die Autorin nennt ihr Werk ein „komisches Buch“, was sie in dieser Doppeldeutigkeit auch so stehen ließ. Ja, es ist komisch, aber in der Unübersichtlichkeit der Ereignisse fehlte wohl der rote Faden. Den Godot gibt’s jedenfalls, er erlebt zum Beispiel eine seltsame Nacht in einem Kaufhaus, begegnet dem gefährlichen Reißwolf und auch dem jungen Hermann Hesse. Damit ist es längst noch nicht genug – allerlei Fabelwesen bevölkern Braschs Geschichten, im Überschwang der Fabulierlust und im Fantasiereichtum ufern Erzählstränge hin und wieder aus, andere dagegen enden abrupt.

Die Berlinerin Marion Brasch, die sich vor allem als Radiomoderatorin einen Namen gemacht hat, ist spätestens 2012 einem größeren Lesepublikum bekannt geworden, als sie ihre DDR-Familiengeschichte aufarbeitete: „Ab jetzt ist Ruhe: Roman meiner fabelhaften Familie“ hieß das berührende Werk. Im Literaturhaus Rostock gab’s am Dienstag leichtere Kost, ganz gegen das übliche Ritual auch keine Fragerunde zum Ende der Lesung.

Von Thorsten Czarkowski

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