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Kultur Kontrast und Blende: Auf der Suche nach der Bildsprache
Nachrichten Kultur Kontrast und Blende: Auf der Suche nach der Bildsprache
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00:00 15.09.2018
Kursleiterin Carolina Herzfeld erläutert Wolfgang Bernschein aus Zinnowitz fotografische Aspekte. Quelle: Foto: Steffen Adler
Zinnowitz

Es war ein nicht alltägliches Angebot: Einen Kurs zur Photographie mit Bezug zur Kunst bot die Zinnowitzer Galerie Refugium dieser Tage an. Und weckte damit das Interesse von so einigen Leuten aus der Region. Sich mit diversen eigenen Kameras (inklusive die von Smartphones) auszuprobieren und auf die Suche nach einer eigenen Bildsprache zu machen, erwies sich als abenteuerliche Reise in technische und fotografisch-kompositorische Welten. Für die Neugier und Lust am Austausch setzte Carolina Herzfeld (Berlin) erfolgreich die Akzente.

Welches Bild passt zu mir? Und warum? Welche Blende, Tiefenschärfe, Lichtempfindlichkeit und Belichtungszeit gilt es zu beachten? Und warum (und wie) entscheidet die Schärfe der jeweiligen Aufnahme?

Diese und viele weitere Fragen wurden in drei mal drei Stunden plus individueller Übungen am Abend bzw. Morgen ehrgeizig „beackert“. Daher wirkte auch der sich jeweils anschließende Austausch als sehr anregend. Aus den eingefahrenen eigenen Gleisen mal wieder herauszutreten, erwies sich für alle Workshop-Teilnehmer als Gewinn.

Herzfeld vermittelte Wissenswertes zu Farbenlehre, Kontrast und Weißabgleich, Schatten und „mein liebstes Blau“, erläuterte Grundsätzliches zu Bildaufbau, Hoch- und Querformat. Auf einhellige Zustimmung stieß ihr fotografisches Prinzip: „Nur wer's erspürt, wird's auch erjagen.“ Dass dafür die Galerie mit der gerade laufenden doppelten Manigk-Ausstellung reichlich Motive, Anregungen und Aspekte lieferte, die zum Diskurs herausforderten, hatte die Veranstalterin, Galeristin Michaela Schubert, wohlwissend einkalkuliert. Und diese Rechnung ging auf!

Das Echo der Kursanten war durchweg positiv. Katrin Conrad aus Kölpinsee: „Ich konnte hier vieles ausprobieren, und die Selbstversuche mit unterschiedlichsten manuellen Einstellungen haben sich gelohnt.“ Christine Börrnert (Wolgast): „Ich habe manche Kenntnisse wieder aufgefrischt und war vom Themenmix wie der Methodik der Seminarleiterin sehr angetan.“ Und Wolfgang Bernschein (Zinnowitz) fand den Drei-Tages-Workshop alles, „nur nicht ermüdend. Ich fange jetzt noch einmal ganz neu an zu fotografieren“.

Einhellig fiel schließlich auch die Einsicht aus, dass es neben den objektiven Gestaltungsprinzipien in der Fotografie ebenso um die sehr subjektive Sehweise, gebrochen an den jeweiligen persönlichen Erfahrungen, geht. Vieles kann, nur wenig muss (besser: sollte) sein!

Steffen Adler

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