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Konzert in memoriam Manne Krug

Konzert in memoriam Manne Krug

Thomas Putensen und sein Beat-Ensemble gastieren am 5. November in der Zinnowitzer „Blechbüchse“ auf der Insel Usedom

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Manfred Krug bei einem Auftritt 1966.

Quelle: dpa

Zinnowitz Eigentlich war alles anders gedacht: Nach dem Konzert mit den schönsten Songs von Manne Krug und Günther Fischer am 5. November in der Zinnowitzer „Blechbüchse“ wollte Thomas Putensen die Live-Mitschnitte dem Sänger zu dessen 80. Geburtstag Anfang nächsten Jahres schenken. Nun ist Manfred Krug gestorben. Das Konzert wird es trotzdem geben – in memoriam.

OZ-Bild

Thomas Putensen und sein Beat-Ensemble gastieren am 5. November in der Zinnowitzer „Blechbüchse“ auf der Insel Usedom

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Vor ziemlich genau zehn Jahren haben Sie in Berlin, im Prenzlauer Berg, ein ähnliches Krug-Fischer- Programm gemacht ...

Thomas Putensen: Ja, stimmt. Damals war Günther Fischer meiner Einladung gefolgt, Manne Krug leider nicht. Ich glaube, er fremdelte immer ein bisschen damit, dass ich seine Songs sang.

Nun gibt es de facto eine Neuauflage. Berührt Sie Krugs Tod als Künstler und Fan seiner Musik?

Putensen: Natürlich, deshalb wird das schon was ganz Besonderes in Zinnowitz auf der Bühne. Ich bin jetzt schon sehr emotionalisiert. Aber ich freue mich auch total darauf.

Auf wen und was können sich denn die Musikfreunde am 5. Novemver freuen?

Putensen: Wir sind als Ensemble neun Leute und zwei Backgroundsängerinnen. Und gemeinsam werden wir zwei Stunden lang die schönsten Krug/Fischer-Lieder singen und spielen.

Eine große Herauforderung, das Ganze?

Putensen: Klar, vor allem, weil viele der Lieder ganz viel Energie brauchen. Die kommen nur gut, wenn sie mit Karacho gesungen und gespielt werden. Da braucht man auf der Bühne auch mal eine Pause.

Zum Luft holen, und auch zum Geschichten erzählen?

Putensen: Genau. Man muss mal durchschnaufen, und ich hab ja auch allerhand zu erzählen. Über die beiden großen Musiker, Episoden, auch Nachdenkliches.

Zum Beispiel? Hatten Sie eine persönliche Beziehung zu Krug?

Putensen: Eigentlich nicht, er war ja immer ziemlich unnahbar. Aber beim vorletzten Silvester hab’ ich ihn mal in Heringsdorf getroffen. Da stand ich aber eigentlich nur am Rande. Und er war mit meiner Partnerin beschäftigt, die hatte „Wenn Du schläfst, mein Kind“ auf der Geige begleitet. Krug, ganz Charmeur, nahm ihre Hände, streichelte sie und sagte: „Du hast so wunderbare Geigenpfoten“. So war er eben.

Es gab und gibt ja eine riesige Fanszene, die Krug als Schauspieler und als Sänger bis heute huldigt. Gehören Sie dazu?

Putensen: Ohne Zweifel, ja. Ich kannte ihn ja auch als Kind schon, aus Film und Fernsehen.

Konzert „Gestern war der Ball“ am 5. 11. ab 19.30 in der „Blechbüchse“ Zinnowitz mit Thomas Putensen und seiner Band.

Interview von Steffen Adler

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