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Kultur Kritiker wählen Basler Bühne zum „Theater des Jahres“
Nachrichten Kultur Kritiker wählen Basler Bühne zum „Theater des Jahres“
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13:53 30.08.2018
Andreas Beck ist der Intendant des Theaters Basel. Quelle: Simon Hallstroem/theater Basel
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Berlin

Das „Theater des Jahres“ steht in Basel. Im Bühnenranking der deutschsprachigen Kritiker kam das von Andreas Beck geleitete Theater Basel auf Platz eins.

Für die Bühne stimmten acht der insgesamt 43 befragten Theaterexperten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie die Fachzeitschrift „Theater heute“ am Donnerstag mitteilte.

„Schauspielerin des Jahres“ wurde mit sieben Stimmen Caroline Peters (46) vom Wiener Burgtheater. „Schauspieler des Jahres“ ist mit zehn Stimmen der freischaffende Schauspieler Benny Claessens (36). Bei der Bühnen-Hitparade gibt es keine vorgegebenen Nominierungen, die Kritiker streuen ihre Voten traditionell breit.

Vom „Theater des Jahres“ in Basel stammen gefeierte Inszenierungen wie Büchners „Woyzeck“ in der Regie von Ulrich Rasche und Ewald Palmetshofers Hauptmann-Interpretation „Vor Sonnenaufgang“ in der Regie von Nora Schlocker. Das Theater Basel habe sich als neuer Stammgast beim Berliner Theatertreffen etabliert, so „Theater heute“.

Basler Uraufführungen reisten außerdem zu den Mülheimer Theatertagen, es gebe Koproduktionen mit den wichtigsten Metropolentheatern und deutlich mehr internationale Anfragen und Gastspiel-Einladungen, als das Ensemble zusagen könne.

Intendant Andreas Beck sieht in der Auszeichnung ein willkommenes Signal an die Politik. „Theater kann über die eigene Stadt hinaus strahlen, wenn es denn strahlen darf“, teilte er mit. „Will heißen: zum Strahlen braucht es Talente und eine mehr als solide, weiter denkende Finanzierung. Und Auszeichnungen wie diese sollten das doch jetzt garantieren, oder? In diesem Sinne: Juchhu.“

Zur Zeit laufen Subventionsverhandlungen zur Finanzierung des Theaters Basel. Beck geht 2019 als Nachfolger von Martin Kusej an das Residenztheater in München. 2020 folgt ihm der bisherige Intendant des Luzerner Theaters, Benedikt von Peter, in Basel.

Auf dem zweiten Platz landeten mit fünf Stimmen die Münchner Kammerspiele unter dem Intendanten Matthias Lilienthal. Er steht in der Kritik und wird sein Amt an der städtischen Bühne 2020 abgeben. Zuletzt wollte die Stadtrats-CSU den Kammerspielen den Aufruf zur und die Teilnahme an der großen Demonstration „Ausgehetzt“ gegen Rechtspopulismus und die Politik der CSU verbieten.

Die gebürtige Mainzerin Caroline Peters („Mord mit Aussicht“) wurde für ihre „furiosen Parts“ in Simon Stones „Hotel Strindberg“ ausgezeichnet, einer Koproduktion von Wiener Burgtheater und Theater Basel. Der in Antwerpen geborene Claessens erhielt die Auszeichnung für seine Rolle als „kindlicher, publikumsausfälliger Performer-King“ in Elfriede Jelineks Stück „Am Königsweg“.

Jelineks Werk, in dem US-Präsident Donald Trump nicht namentlich genannt wird und doch gemeint ist, wurde von den Kritikern auch zum „Stück des Jahres“ (neun Stimmen) gewählt. Die am Deutschen Schauspielhaus Hamburg entstandene Uraufführungs-Inszenierung von Falk Richter mit Benny Claessens in der Hauptrolle ist die „Inszenierung des Jahres“ (sechs Stimmen).

Die „Kostüme des Jahres“ stammen von Andy Besuch (fünf Stimmen), der die Schauspieler für die Hamburger „Königsweg“-Inszenierung ausstattete. Das „Bühnenbild des Jahres“ (acht Stimmen) bauten Vegard Vinge und Ida Müller für ihr in Berlin entstandenes Gesamtkunstwerk „Nationaltheater Reinickendorf“.

dpa

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