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Künstlerische Variationen zum Thema Goldberg

Goldberg Künstlerische Variationen zum Thema Goldberg

Galerie in der Sternberger Seenlandschaft will junge Künstler aus MV fördern.

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Gerhard Stromberg

Quelle: Goldbergkunst

Goldberg. Das Haus liegt unscheinbar an der Hauptstraße, der Langen Straße, von Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Zu DDR-Zeiten war hier ein Konsum für Fernsehgeräte untergebracht. Dann stand der Laden lange leer. Jetzt wird Kunst gezeigt. Im kleinen Rahmen, mit großen Ambitionen: Goldbergkunst (GK) heißt die Galerie, die 2012 eröffnet wurde.

Das Premierenprojekt „Goldberg-Variationen I“ wird jetzt fortgesetzt. Die Ausstellung zeigt Familien-Bilder von Menschen aus Goldberg und Umgebung. Vom Beginn der 20er-Jahre bis 1958. Inhaltlich schließe die Ausstellung an den DEFA-Film „Freies Land“, der nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlingsschicksale behandelte, sagt Galerist und Kurator Gerhard Stromberg (61). „Goldberg-Variationen II“, ein Spiel mit dem Namen des Klavierwerks von Johann Sebastian Bach aus dem Jahr 1741, präsentiert Bilder von Familien, die in Goldberg den Krieg erlebt haben oder vertrieben wurden.

Diese Hinwendung zum Regionalen, zur Heimatgeschichte, ist nur ein Aspekt der Galerie. 2012 folgte eine Ausstellung mit dem Rostocker Kunstpreisträger (2010) und Romanautor Matthias Wegehaupt (75).

Bis April dieses Jahres stellte der österreichische Fotograf Gregor Schmoll (43) sein mehrteiliges, interdisziplinäres Werk „Vexations“ in Goldberg aus, bis Juni wurden Bilder des Berliner Fotografen Florian Richter (45) gezeigt.

Und nun ist mal wieder eine Künstlerin aus der Region an der Reihe. Am kommenden Freitag, 19. Juli, eröffnet um 19 Uhr in Goldberg die Ausstellung „Malerei, Grafik & Buchkunst“von Kristina Andres (41). Die Illustratorin, Grafikerin, Malerin und Kinderbuchautorin lebt und arbeitet in Dobbin, nicht weit von Goldberg, nahe Dobbertin. Anfang Juli ist ihr Kinderbuch „Lob des Ungehorsams“, in dem sie einen Text von Franz Fühmann bearbeitet, bei Hinstorff in Rostock veröffentlicht worden. Gerhard Stromberg, der die Galerie in Goldberg mit Hilfe eines Vereins betreibt, will aber in der Schau mehr als die Illustratorin zeigen: „Kristina Andres ist eine tolle Malerin. Sie hat in Norwegen studiert und das merkt man ihrem Werk an, diese poetische skandinavische Malerei ist dort zu sehen.“

Stromberg selbst ist 2011 nach Goldberg gekommen. Der Kurator und Fotograf stammt aus Heidelberg, hat in Düsseldorf studiert und später in Norwegen, Italien und England gearbeitet.

Nun will er die kleine Stadt kulturell beleben: „Es geht mir darum, Kunst nach Goldberg zu bringen. Der Ort liegt ideal zwischen Berlin und Hamburg. Die Künstler sitzen dort in den Großstädten in teuren, kleinen Wohnungen und hier ist Platz. Wir wollen anspruchsvolle Kunst zeigen und nicht nur das, was ankommt.“

Vom Programm her versucht sich Goldbergkunst als klassische Galerie zu etablieren. Künstlern, die noch nicht so bekannt sind, Platz bieten und mit etablierten Leuten wie Wegehaupt, Schmoll oder Stromberg anlocken. Der ist vor allem auch in England bekannt geworden als Landschafts- und Architekturfotograf. Seine Schau beginnt in Goldberg am 18. Oktober und läuft bis zum 24. November.

Zuvor, vom 30. August bis zum 6. Oktober, zeigt Goldberg noch Arbeiten des Rostocker Malers Matthias Buss (45), der in Dubai lebt und zuletzt in Alexandria, in Luxor, in Kloster auf der Insel Hiddensee, in Rostock und in Weimar ausgestellt hat.

Für das kommende Jahr planen Stromberg und die 36 Mitglieder des Fördervereins der Galerie eine Gruppenausstellung mit Künstlern aus Deutschland, Norwegen, der Schweiz und England zum Thema „Romantik“.

Fotograf stammt aus Heidelberg
Gerhard Stromberg, geboren 1952, ist 2011 nach Goldberg gekommen. Der Kurator und Fotograf stammt aus Heidelberg, hat in Düsseldorf studiert und später in Norwegen, Italien und England gearbeitet. Im Nordosten Großbritanniens fotografierte er bis 1986 vor allem Landschaften und Häuser. „Dann habe ich ein Haus im Norden Deutschlands gesucht und bin durch Zufall auf Goldberg gestoßen“, sagt er. Dort eröffnete er die Galerie.

 

Michael Meyer

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