Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Kultig, komisch: Theater startet in den Sommer
Nachrichten Kultur Kultig, komisch: Theater startet in den Sommer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 13.07.2018
Das fürstliche Schauspielhaus wurde 1819 bis 1820 als Sommertheater erbaut. Von 1992 bis 1998 wurde es rekonstruiert. Quelle: Foto: Stefan Sauer/dpa

Der Putbusser Theaterdirektor Peter Gestwa freut sich auf den Sommer! Aber nicht, weil dann wie an den meisten Theatern die große Sommerpause stattfindet, sondern weil es von Mitte Juli bis Ende August richtig heiß hergeht: Das Sommerprogramm begann gestern – mit vier hochkarätigen Ensembles.

Im OZ-Gespräch git Peter Gestwa, Chef der Putbusser Bühne, einen Einblick in das Programm bis Ende August

Den Auftakt machte mit „Cougar“ ein Kultmusical der Amerikanerin Donna Moore, das in Berlin bereits Begeisterungsstürme auslöste und jetzt, zugeschnitten auf die Putbusser Bühne, das Zeug hat, zum Sommerknüller zu werden. In New York wurde das Stück sechs Jahre lang am Broadway gespielt. Mit dabei in diesem Sommer sind wieder das Berliner Kriminaltheater, die Dresdner Kammerspiele und als musikalischer Leckerbissen das spanisch-französisch angehauchte Duo GitaDanse. Theaterdirektor Peter Gestwa erklärt, warum sich das Sommertheater bislang so bewährt hat.

Auffällig ist, dass die drei Sommer-Bühnen überwiegend in der Mitte der Woche auf dem Programm stehen. Ist das Zufall?

Gestwa: Nein, überhaupt nicht, im Gegenteil. Wir spielen in der Zeit der großen Ferien überwiegend für Urlaubsgäste und die kommen ja meistens am Samstag an, weil das der klassische An- und Abreisetag ist. Die Leute wollen sich dann erst einmal orientieren, richten sich ein, gehen an den Strand und besichtigen ihren Urlaubsort. Irgendwann, am Montag zum Beispiel, stoßen die Gäste dann auf die Prospekte mit Veranstaltungen, ja, dann haben sie Lust, ins Theater zu gehen. Deshalb spielen wir im Sommer schwerpunktmäßig am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, manchmal auch am Freitag. Am Samstag stürzen sich die Touristen dann wieder in den Rückreisestau. Ganz anders ist es wieder im Herbst: Die meisten Einheimischen schätzen Programme am Wochenende, dann beginnt auch die Abo-Zeit wieder.

Welche Programme schätzen die Rügen-Besucher?

Ich sage mal: Urlaubsverträgliche Kost, nicht zu tiefgründig, sehr unterhaltsam, kurzweilig. Wir spielen im Sommer Komödien, wie beispielsweise jetzt „Mein Mann hat Schnupfen“ von den Dresdner Kammerspielen, witzig geschrieben von Peter Förster oder das europaweit außerordentlich erfolgreiche Berliner Kriminaltheater, das in diesem Jahr mit „Fisch zu viert“ aufwartet. Es handelt sich um eine rabenschwarze Kriminalkomödie, bei der zum Schluss alle tot sind, aber nicht so entsetzlich, dass die Zuschauer nachts Albträume haben. Insgesamt ist unser Sommerprogramm auch sehr familientauglich konzipiert, also so, dass sich auch Kinder und Jugendliche nicht langweilen.

Die meisten Urlaubsorte auf Rügen bieten im Sommer sehr viele Kulturprogramme an. Sehen Sie von dort große Konkurrenz?

Eher nicht. Die Stücke, die bei uns in dieser Zeit im Theater laufen, können dort aus Platz- und Kostengründen überwiegend nicht gespielt werden. Wir kommen uns auch insofern nicht in die Quere, als in den Kurorten sehr viel Musikalisches angeboten wird, das machen wir im Sommer ganz wenig. Eine Ausnahme : Das Duo GitaDanse mit lateinamerikanisch-spanischen Klängen.

Lena Roosen

OZelot lokal hat die richtige Ferienlektüre für euch rausgesucht

13.07.2018

Der Künstler gilt als einer der wichtigsten politischen Regisseure

13.07.2018

Musik, Clownerie, Daumenkino, Jonglage: Der „Jahrmarkt der Sensationen“ verzauberte die Gäste im Kloster Rehna. Das musikalische Wandertheater der Festspiele MV zieht noch weiter.

13.07.2018
Anzeige