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Ahrenshoop Kunst im Dialog

Das Künstlerehepaar Reinhard und Iris Thürmer leitet das Neue Kunsthaus Ahrenshoop / Eine Ausstellung im Februar haben sie mit der langjährigen Chefin Gerlinde Creutzburg kuratiert / Im Mai folgt die erste eigene Schau

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Übergabe gelungen: Die Leitung des Neuen Kunsthauses Ahrenshoop ist aus den Händen von Gerlinde Creutzburg (Mitte) in die von Reinhard und Iris Thürmer gewandert. Fotos (2): Dietmar Lilienthal

Ahrenshoop. Eine Revolution wollen sie nicht anzetteln. Denn das, was da steht in Ahrenshoop, was über mehr als 20 Jahre gewachsen ist, steht sehr eigenständig im Kunstbetrieb von Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus. Das Neue Kunsthaus Ahrenshoop. 1994 gegründet von Gerlinde Creutzburg (60), damals noch als Kunsthaus Guttenberg. Und seitdem von ihr geleitet.

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Das Künstlerehepaar Reinhard und Iris Thürmer leitet das Neue Kunsthaus Ahrenshoop / Eine Ausstellung im Februar haben sie mit der langjährigen Chefin Gerlinde Creutzburg kuratiert / Im Mai folgt die erste eigene Schau

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Jetzt ist die Leitung in neue Hände übergegangen. In die vier Hände und zwei Köpfe eines Künstlerehepaares. Iris und Reinhard Thürmer (beide 53) aus Wolthof in der Gemeinde Glewitz, südlich von Stralsund, gehen seit Februar mit Galerie, Begegnungsstätte und Atelier am Ortsteingang von Ahrenshoop in eine neue Zukunft. Ihr Credo ist der Dialog: Untereinander als leitendes Künstlerduo, mit den Künstlern vor Ort, die Förderung des Dialogs der Künstler untereinander und mit den Besuchern.

Zum Beispiel bei Stipendiaten von Künstlern und Autoren in Ahrenshoop. Reinhard Thürmer sagt: „Was während der Zeit vor Ort passiert, ist begrenzt. Allein zeitlich. Die meisten Dinge passieren ja im Kopf. Auch später.“ Im Miteinander der Entwicklung des Künstlerhauses setzen die Thürmers auf ihre Kommunikation als Paar. Iris Thürmer sagt: „Wir finden es bereichernd, die Dinge nicht solitär, sondern im Dialog zu entscheiden und zu entwickeln.“

Die erste Ausstellung „Das Land in der Tasche“ kuratierten Thürmers im Februar gemeinsam mit Gerlinde Creutzburg. Die Schau zeigt bis 27. April Arbeiten aus dem Stipendiatenaustausch des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. Dafür hatten Thürmers vorgeschlagen die Entstehung von Kunst und die Entstehung von Ausstellungen in einer Art Projektraum öffentlich zu machen. Die zehn Künstler haben kleine Arbeiten und Skizzen eingereicht. Reinhard Thürmer erinnert sich: „Die schwedische Künstlerin Vera Ohlsson hat Pflanzensamen aus ihrer Heimat mitgebracht, die wir hier im Garten aussäen.

Das hatten wir uns gewünscht.“ In dieser Schau mit zehn Künstlern auf drei Räumen plus Foyer lag das Problem in der Beschränkung, das die drei Kuratoren als Herausforderung angenommen hatten. „Da muss man schon einen guten Plan haben. Manchmal ist es auch gut, sich beschränken zu müssen. Wenn man vielen Postionen Raum geben will, muss alles seinen Platz suchen“, sagt der Bildhauer.

Im Mai folgt die nächste Schau. Der Berliner Fotograf Florian Merkel (54) trifft auf den Wismarer Maler und Grafiker Paetrick Schmidt (35). Die Ausstellung läuft vom 1. Mai bis 27. Juni. Ihr vorweg geht eine Preview am 30. April (19 Uhr) mit einer Performance der Berliner Knut Baltz Formation, einer Punk- und Jazzband, die Florian Merkel im Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig gegründet hat. Dazu laufen Animationen von Paetrick Schmidt. Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am 7. Mai mit einer Vernissage (17 Uhr).

Iris Thürmer erklärt: „Wir möchten den Künstlern vor allem auch die Möglichkeit geben, etwas zu tun, was sie sonst nicht können.“ Zum Beispiel mit Florian Merkel einen Fotografen einladen, der in Ahrenshoop zeichnen kann, weil er das so will und eine Art Inseltagebuch mit sehr subjektiven Zeichnungen führt. Prozesse zulassen, deren Abläufe oder Ergebnisse man vorher nicht einschätzen kann.

„Manchmal ist es auch so, dass Künstler über Jahre etwas mit sich rumtragen, was sie hier mal rauslassen können“, sagt die Malerin und Grafikerin.

Die öffentliche Wahrnehmung des Neuen Kunsthauses habe sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt, sagt Gerlinde Creutzburg. Das habe auch viel mit den Stipendiaten und den Austauschprogrammen zu tun. Das sollen die Besucher auch spüren. Iris Thürmer: „Viele Besucher sind ja überrascht, solche hochkarätigen Künstler vorzufinden, hier vor Ort.“

Von Michael Meyer

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