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Kultur Kunst im Spiel mit Sonnenlicht und Kunstlicht
Nachrichten Kultur Kunst im Spiel mit Sonnenlicht und Kunstlicht
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00:00 07.05.2016

Ein weitläufiges Gelände ist es, in dem sich auch Kunst verteilen kann. Denn Schloss Kaarz, ein paar Kilometer westlich von Sternberg gelegen, hat vor allem eines zu bieten: einen riesigen und herrlichen Garten. Das hat mit der Geschichte des Hauses zu tun. Die Hamburger Kaufmannsfamilie Hüniken, die das Herrenhaus im 19. Jahrhundert erworben hatte, ließ den dazugehörigen Garten ab 1869 umgestalten. Julius Hüniken machte damals aus der herrschaftlichen Anlage einen englischen Landschaftspark.

Seit dem vergangenen Jahr ist er auch ein Ort der Kunst. Die in Kaarz lebenden Künstler Ruzica Zajec und Broder Burow organisierten 2015 erstmals die Ausstellung „Das grüne Zitat“. In diesem Jahr hat die Schau mit den neuen Künstlern noch einen Untertitel bekommen, nämlich „Tag und Nacht“. Das Besondere: „Die Kunstwerke werden nachts beleuchtet“, sagt Ruzica Zajec. So wird den Werken ein zusätzlicher Zauber verliehen. Auch ihr eigenes Werk, das in einem Teich des Gartens Platz gefunden hat, bekommt sogar eine Unterwasserbeleuchtung.

„Mein Schatz“ hat Ruzica Zajec ihr Objekt genannt, das sie aus Glas, Metall, Farbe,und Kunststoff gefertigt hat. „Ich mag einfach Dinge, die glitzern“, sagt die Künstlerin leichthin. 85 Glasgefäße sind miteinander verbunden zu einer optische Einheit, die Farbigkeit der Deckel bildet zwei Quadrate. Tagsüber tanzt das Sonnenlicht mit seinen Reflexen über das Werk, nachts soll das Kunstlicht eine ganz besondere Magie erzeugen. Das Licht ist es auch, dass im Werk von Holger Stark eine wichtige Rolle spielt. „Nachtschwarm“ heißt die große Holzkonstruktion, die jetzt im Schlosspark steht. Das langgestreckte Kunstwerk folgt der Sichtachse zwischen zwei Bäumen und will nachts den Boden mit Licht erkunden. Das tun im Werk installierte Strahler. Der Künstler Broder Burow hat sein Werk im Park zwischen zwei Bäume gehängt — die fragil wirkende Holzkonstruktion heißt „Das Nest“. Die organische Form ist ja aus der Natur bekannt, aber die Funktion dieses Objekts muss jetzt jeder Betrachter für sich deuten. „Wem bildet das luftige Gebilde Schutz?“, fragt Burow in seiner Werkbeschreibung.

Erklärtes Ziel dieser Ausstellung ist es nicht nur, die beteiligten Künstler aus ihren Ateliers und Galerien raus in die Natur zu holen. Auch für die Besucher des Parks ist es eine Möglichkeit, sich in Ruhe mit Kunst zu befassen. „Es gibt Leute, die haben vor Kunstgalerien eine gewisse Schwellenangst“, sagt Broder Burow, „hier im Park können sie die ablegen.“

Möglich ist das seit zwei Jahren. „Wir haben mit der neuen Betreiberin von Schloss Kaarz zu einer guten Zusammenarbeit gefunden“, sagt Ruzica Zajec. „Hier können wir uns mit unserer Kunst präsentieren.“ Das ist durchaus ein Geben und Nehmen, denn die Kunst soll auch Gäste nach Kaarz locken. So zum Beispiel zu den Lichtdinnern im Schloss, die für den 11. Juni, 5. August und 7. Oktober angesetzt sind, jeweils um 18 Uhr.

Freiluftausstellung „Das grüne Zitat — Tag und Nacht“, zu sehen vom 8. Mai bis zum 20. November im Garten von Schloss Kaarz (Obere Dorfstraße 6, 19412 Kaarz), Tag und Nacht geöffnet

Von Thorsten Czarkowski

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