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Kultur OZ-Kunstbörse verkauft Werke von Künstlern aus MV, Berlin, Leipzig
Nachrichten Kultur OZ-Kunstbörse verkauft Werke von Künstlern aus MV, Berlin, Leipzig
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20:41 28.10.2018
Der Rostocker Unternehmer Jan-Hendrik Brinker und Ehefrau Camilla Swanér kauften bei der Kunstbörse mehrere Werke. Quelle: Frank Hormann / Nordlicht
Rostock

„Ich bin schon sehr gespannt“, sagte Shirin Goldstein (32) vor der Auktion. Die in Greifswald lebende Künstlerin war zum ersten Mal Gast auf der Kunstbörse der OSTSEE-ZEITUNG. Vier Arbeiten von ihr standen zum Verkauf.

Am Samstagabend bildete die Hochschule für Musik und Theater (HMT) wieder den Rahmen für die jährliche Versteigerung. Die OZ-Kunstbörse ist nicht nur einfach eine Kunstauktion, auch eine Art, neue Kunst und neue Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern zu entdecken. Hier treffen sich alljährlich Kunstsammler, Kunstinteressierte und natürlich diejenigen, die Kunstwerke schaffen. Und das seit 26 Jahren. „In der Geschichte der OZ-Kunstbörse haben wir über 350 Künstler der Öffentlichkeit nahegebracht“, bilanzierte OZ-Chefredakteur Andreas Ebel in seiner Begrüßungsrede. Ein besonderer Dank ging dabei an den Kunstverein zu Rostock, mit dem die OZ eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegt. Bei Ausgabe 2018 der OZ-Kunstbörse wurden 52 Werke von 13 Künstlern aufgerufen, dazu je eine Arbeit von drei jungen Künstlern, die mit den Erlösen der OZ-Kunstbörse gefördert werden. Und ein Werk hatte der Leipziger Medienkonzeptkünstler Maix Mayer zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Der Güstrower Arzt Dr. Frank-Michael Mäß ging mit drei Kunstwerken nach Hause. „Ich hatte mir ein finanzielles Limit gesetzt und habe das auch eingehalten“, meinte er hinterher. Gleich zwei Werke der Künstlerin Heidrun Klimmey waren dabei, unter anderen „Willst du mit mir segeln geh’n?“, das für 155 Euro den Besitzer wechselte. Hinterher war für Frank-Michael Mäß auch Gelegenheit, mit der Künstlerin zu reden. Auch Heidrun Klimmey freute sich darüber, den neuen Besitzer des Werkes kennenzulernen, die beiden unterhielten sich angeregt.

Rund 250 Gäste kamen zur 26. Kunstbörse der OSTSEE-ZEITUNG am 27. Oktober 2018 in die Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT). Beste Laune und Bietergefechte konnte man im Foyer unter Zuschauern, Künslelrn, Käufern und Kunstkennern erleben.

Auch Landesfinanzminister Mathias Brodkorb war auf der OZ-Kunstbörse, er hatte in diesem Jahr die Bieterkarte allerdings seiner Ehefrau überlassen. Am Ende war es die „Reiterstudie“ des Rostocker Künstlers Henning Spitzer, die Conny Proske für 330 Euro erwarb. Auch hier ergab sich hinterher die Gelegenheit, dass Kunstkäufer und Künstler miteinander ins Gespräch kamen. Und das Werk „Paar(e) am Strand“ von Maix Mayer ging zum Startgebot von 500 Euro weg.

So waren für fast jeden Geldbeutel Werke dabei, im Preis von 100 Euro bis zu niedrigen vierstelligen Summen. Spitzenreiter der Kunstbörse des Jahres 2018 war das Werk „Voll Ahnung“ von Christine de Boom, das für einen Preis von 1900 Euro den Zuschlag bekam. Schließlich ergab sich nach der Auktion eine Spendensumme von 4176 Euro, ein Wert, der in dieser Höhe auch in den vergangenen Jahren bei der Kunstbörse regelmäßig erzielt wurde. Erneut wird diese Summe jungen Künstlern zugutekommen, sie werden im Frühjahr 2019 ein Stipendium im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop absolvieren.

Mit 250 Gästen war die Auktion in der HMT wieder sehr gut besucht. Ein volles Haus also und eine gute Stimmung sowieso. Auktionator Jan-Peter Schröder brachte konzentriert und trotzdem locker die Werke an die Frau oder an den Mann. Auch für Malerin Shirin Goldstein war es ein gelungener Tag, alle ihre Arbeiten wurden verkauft. Und sonst? „Das war wirklich ein schöner Abend“, sagte die Künstlerin nach der Auktion. Und nach der Kunstbörse ist vor der Kunstbörse.

Thorsten Czarkowski

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