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Kunstmesse in Straßburg will nach oben

Von Giacometti bis Saxa Kunstmesse in Straßburg will nach oben

Der Kunstmesse in Straßburg dient in diesem Jahr die weltberühmte Fondation Maeght als Aushängeschild. Damit setzt die ST-ART ihren neuen Kurs fort. Der heißt: mehr Qualität.

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Der Leiter der Fondation Maeght, Olivier Kaeppelin, neben der Skulptur „Großer Kopf“ von Alberto Giacometti.

Quelle: Sabine Glaubitz

Straßburg. Joan Miró, Alexander Calder, Alberto Giacometti und Jörg Immendorff: Namen von Malern und Bildhauern, deren Werke sonst nur auf den großen Kunstmessen wie der Art Basel zu finden sind.

Einige von ihnen sind nun auf der ST-ART in Straßburg zu entdecken. Die Gemälde und Skulpturen werden von der berühmten Fondation Maeght präsentiert. Mit ihr setzt die am Freitag eröffnete Messe ihr Aufwärtsstreben fort. Mit neuen Galerien, großen Namen, Sonderschauen und mehr internationalem Touch will sich die ST-ART, eine der ältesten Messen für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Frankreich, neu positionieren.

Im vergangenen Jahr diente der ST-ART das Pariser „Maison européenne de la Photographie“ - eines der bekanntesten Fotomuseen des Landes -  als Zugpferd. Nun setzt sie auf die Fondation Maeght. Er habe die Einladung gerne angenommen, sagt Olivier Kaeppelin, der Leiter des Museums bei Saint-Paul-de-Vence, unweit von Nizza in Südfrankreich. Er kenne das neue Team gut und habe volles Vertrauen in das Projekt gehabt, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Seit der erneuerten Organisationsstruktur, zu der seit 2015 unter anderem der Event-Veranstalter GL-Event und die künstlerische Leiterin Patricia Houg gehören, hat die Messe einen Richtungswechsel eingeläutet. Sie will an Bedeutung gewinnen und sich international öffnen.  

Die ST-ART wurde in Straßburg, neben Brüssel eine der „Hauptstädte Europas“, mit dem Ziel gegründet, eine europäische Messe zu sein. Aber auch die USA sind auf der bis zum 28. November dauernden Messe mittlerweile vertreten. Eine Öffnung, die von vielen Händlern willkommen geheißen wird, darunter Stammgästen wie Jean-Pierre Arnoux. Eine Öffnung bedeute ja nicht, dass man den europäischen Schwerpunkt aufgebe, meint der Pariser Galerist. 

Olivier Kaeppelin fühlt sich in der Rolle des „Köders“ wohl. Die Messe sei interessant, weil sie an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz liege, sagt er. Dazu beizutragen, ihr eine neue und anspruchsvollere Rolle zu verleihen, sei wichtig, so der Kunsthistoriker. 

Rund ein Drittel der Kunsthändler, die sich für die diesjährige ST-ART beworben haben, wurden abgelehnt: Man wolle neue Akzente setzen und die Qualität verbessern, erklärte Messechef Philippe Meder. Zu den zugelassenen Galerien aus Deutschland gehören die Newcomer Neue Kunst Gallery aus Karlsruhe und Luzia Sassen aus Köln. Sie hat in ihrer Nische neben Werken von Gabriele Musebrink auch die verbildlichten Wortmalereien des Kölner Star-Künstlers Saxa hängen.

Einer der Schwerpunkte der ST-ART ist auch dieses Jahr wieder die Street Art. Die Genfer Galerie Bel-Air Fine Art bietet Drucke von Banksy zu sechsstelligen Preisen an, US-Graffiti-Star Shepard Fairey ist ebenso vertreten wie Etnik, einer der aktivsten Graffiti-Künstler Italiens - und der Messe, auf der er mit Pinseln und Farbbomben unterwegs ist.

dpa

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