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Kultur Lars von Triers „The House That Jack Built“: Ärger mit der Filmaufsicht
Nachrichten Kultur Lars von Triers „The House That Jack Built“: Ärger mit der Filmaufsicht
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18:26 30.11.2018
Matt Dillon als der Serienkiller Jack in "The House That Jack Built". Quelle: Concorde Filmverleih GmbH/dpa
New York

Fürs Protokoll: Die amerikanische Filmaufsicht MPAA hat Probleme mit Lars von Triers neuem Film „The House That Jack Built“. Der Film folgt zweieinhalb Stunden lang dem Serienkiller Jack (Matt Dillon), der in der Zeit die Top 5 seiner Morde vorstellt. Schon bei der Premiere in Cannes im Mai diesen Jahres sind etwa 100 Zuschauer des hartgesottenen Kritikerpublikums bei der Vorführung aus dem Saal geflohen, weil die Kamera extra-genau bei den Morden zuzusehen scheint.

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Doch die MPAA ist wegen dieser Szenen nicht sauer – und auch nicht auf Lars von Trier. Ihre Probleme beziehen sich auf die Filmproduktionsfirma IFC Films, die einen Director’s Cut vom Film in etwa 100 Kinos in den USA zeigen will, berichtet der „Hollywood Reporter“.

In den USA hat die MPAA den Film bei der Altersfreigabe in der Kategorie „R“ eingestuft. Das bedeutet, dass Jugendliche unter 17 Jahren diesen Film nur in Begleitung ihrer Eltern oder Erwachsener schauen dürfen – und diese Erwachsenen vorher genau über den Film informieren sollten.

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Diskussion um Regeln der Filmaufsicht

In Deutschland ist der Film ab 18 Jahren freigeben. Nun ist die Version, die IFC Films wohl zeigen will, nicht eingestuft worden. „Die MPAA hat dem Vertreiber IFC Films mitgeteilt, dass die Vorführung einer unbewerteten-Version des Films in unmittelbarer Nähe zur Veröffentlichung der bewerteten Version gegen die Regeln des Ratingsystems verstößt“, gibt die Filmaufsicht in schönster Beamtensprache zu verstehen.

Welche Konsequenzen die Filmaufsicht nun ziehen will, ist nicht klar. Die freigegebene Version läuft in den USA am 14. Dezember an. In Deutschland ist der Film seit dem 29. November zu sehen.

Von RND/goe

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