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Kultur Latino-Rhythmen an der Bresewitzer Bahnhofsrampe
Nachrichten Kultur Latino-Rhythmen an der Bresewitzer Bahnhofsrampe
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03:41 18.07.2013
Bewegenden Latin-Jazz spielte „Sonido del Mundo“ bei den Naturklängen in Bresewitz. Quelle: Uwe Roßner
Bresewitz

Sommer, Sonne, lateinamerikanische Rhythmen — diese Glücksformel ging am Dienstagabend bei „Kunst auf Schienen“ voll auf. Mehr als 100 Zuhörer kamen zum Auftritt der Gruppe „Sonido del Mundo“ beim Gastspiel der Konzertreihe „Naturklänge“.

„Es hat uns sehr gefreut, dass ‘Kunst auf Schienen‘ nach einer kleinen Pause nun endlich wieder mit dabei ist“, freute sich der Geschäftsführer des Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst, Raimund Jennert. Der Bresewitzer Bahnhof sei ein toller Veranstaltungsort und passe zu den Naturklängen.

In guter Tradition startete „Sonido del Mundo“ erst nach dem Heben der grünen Schaffnerkelle und einem kurzen Pfiff für die Abfahrt. Das 2007 in Rotterdam vom Schlagzeuger und Perkussionisten Dan Müller begründete spielfreudige Quartett begeisterte mit rhythmisch-packendem Jazz. Aus der Feder der slowenischen Saxophonistin Tyascha Perigoj und des kolumbianischen Bassisten Eddie Sanchez stammte das abendliche Material der Formation. Sie setzten auf lyrischen, teilweise tanzbaren und wohl dosiert druckvollem Latin-Jazz.

Für „Luna“ tauschte die Pianistin Claudia Cassier als Gast kurz den Platz auf dem Klavierhocker von Mark Bischoff. Letzterer brachte ein feinfühliges Single-Note-Spiel, das sich schlüssig zu vollgriffigen Akkordtürmungen aufbaute, zu Gehör.

Einen klaren wie direkten Ton bevorzugte Tyascha Perigoj für ihre Linien auf dem Sopran- und Tenorsaxophon. Als pulsierende Rhythmusgruppe und spannende Solisten präsentierten sich Dan Müller und Eddie Sanchez.

Einige Paare ließen es sich nicht nehmen, unter dem freien Himmel seitlich der Rampe zu tanzen. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Susanne Groß im Anschluss. Aus Berlin reiste sie für einen Besuch in ihrer Heimat an. „Ich fand es ganz toll“, gestand auch Alexander Martin aus Frankfurt am Main. Ihn verzückten die Musik, der Bahnhof, die Waggons und der Sonnenuntergang. Auf Empfehlung seiner Begleitung Theresa Rebelein stieß er auf ‘Kunst auf Schienen‘.

„Vor fast zehn Jahren war ich einmal hier“, erzählte die Hessin. Das Konzert mit „Sonido del Mundo“ fügte sich gut in ihren derzeitigen Aufenthalt in der Region. Damals erlebte Theresa Rebelein Dan Müller bereits einmal mit einer anderen Besetzung.

„Es ist ein besonderes Gefühl hier zu spielen“, sagte Tyascha Perigoj zum Gastspiel in der freien Natur und vor einem dankbaren Publikum.

So geht‘s weiter
Die nächsten Konzerte in der Reihe „Naturklänge“:


25. Juli, 20 Uhr, Kurpark Dierhagen: „Traffic Jam“ mit Marcel von Cleef & Lutz Gerlach

7. August, 20 Uhr, Schloss Schlemmin: „Swimming Piano“ mit dem Klavierduo Susan & Sarah Wang

Eintritt: 12 Euro, Kinder frei


Karten:

in den Kurverwaltungen, Stadtinformationen und beim Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst

Es ist ein besonderes Gefühl hier zu spielen.“ Saxophonistin Tyascha Perigoj über

das Gastspiel in Bresewitz

Uwe Roßner

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