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Kultur Leidenschaftlich an Cello und Spraydose
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00:00 28.07.2018
Drückt dem Rügener Festspielfrühling 2019 als Künstlerischer Leiter seinen Stempel auf: Cellist Daniel Müller-Schott. Quelle: Foto: Uwe Arens
Rostock

In Musikerkreisen dürfte Daniel Müller-Schott in erster Linie für seine brillante Spielweise bekannt sein: Die „New York Times“ beschreibt ihn als „einen furchtlosen Spieler mit überragender Technik“ und lobt seine „intensive Expressivität“. Dass der Cellist auch ein leidenschaftlicher Graffiti-Sprayer ist, wissen vermutlich die Wenigsten. Es sind derartig persönliche Begegnungen, die neben intimen Kammerkonzerten und Jazzimprovisationen den Festspielfrühling Rügen 2019 prägen werden. Am kommenden Montag stellt Müller-Schott, der neue Künstlerische Leiter, im Talk-Studio der OSTSEE ZEITUNG das neue Programm für die Klassikreihe auf der Insel vor. Festspiel-Intendant Markus Fein fällt leider kurzfristig wegen Krankheit aus.

Cellist Daniel Müller-Schott hat viele Interessen/ Im OZ-Studio stellt der Künstlerische Leiter des Festspielfrühlings Rügen das Programm für 2019 vor

Festspiel-Intendant Markus Fein FOTO: FESTSPIELE MV

Als Künstlerischer Leiter ist Müller-Schott für das Programm und die Auswahl der Künstler verantwortlich. Das sei eine neue und inspirierende Aufgabe. „Das gibt mir die Möglichkeit, einen persönlichen und umfassenden Blick auf die Musik zu geben, die ich besonders liebe. Das mit dem Publikum zu teilen, ist mit das Schönste was es gibt“, so Müller-Schott. Dafür hat der Cellist die für ihn wichtigsten Werke der Kammer- und Orchestermusik zusammengetragen. „Andererseits haben wir auch viele besondere Konzertprojekte initiiert, die auf Rügen ihre Premiere feiern werden. Etwa das Konzert-Porträt von Pablo Casals“, so Intendant Markus Fein.

Mit Müller-Schott präsentieren die Festspiele nach dem diesjährigen Leiter des Rügener Festspielfrühlings, dem Klarinettisten Matthias Schorn, den nächsten musikalischen Hochkaräter:

Müller-Schott, der bereits mit sechs Jahren begann, Cello zu spielen, gewann 1992 mit nur 15 Jahren beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker in Moskau den Ersten Preis unter den Cellisten. Seit den 90er Jahren gehört er zur Festspielfamilie, wo er 1995 als Solistenpreisträger debütierte und 2008 erster Preisträger in Residence der Festspiele wurde. Seitdem ist er regelmäßiger musikalischer Gast der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit Daniel Müller-Schott verbindet uns eine langjährige und intensive musikalische Partnerschaft. Bei unserem Frühjahrsfestival ist er jedoch bislang noch nicht aufgetreten“, sagt Markus Fein.

Beim Klassik-Spektakel auf der Insel wird Müller-Schott den Besuchern Einblicke in die Welt der Kammermusik, in verschiedene Epochen, die Länder der Komponisten und auch Prägungen früherer Interpreten gewähren. „Ich möchte einen großen Bogen schlagen, der Musik des Barock bis zur Neuzeit beinhaltet“, so der Musiker.

Und das alles in nur zehn Tagen, während der Festspielsommer immerhin drei Monate umfasst. „Was die Zeit angeht, so muss in zehn Tagen einfach alles komprimierter geplant werden. Darin liegt auch der Reiz“, so Müller-Schott. Seine musikalischen Gäste seien „eine gute Mischung aus alten gewachsenen Bekanntschaften, musikalischen Freunden und neuen Begegnungen“, verrät der Cellist.

Und das vor beeindruckender Kulisse: „Der Festspielfrühling Rügen bringt unsere Festspielidee auf den Punkt. Nähe, Begegnung, wunderschöne Spielstätten, die Festspielfamilie – all das ist beim Festspielfrühling besonders intensiv zu spüren. Ich glaube, dies liegt vor allem an der Insel. Rügen ist der perfekte Ort für unser Frühjahrsfestival“, schwärmt Markus Fein.

Auch Müller-Schott ist von der Insel begeistert. „Ich kannte Rügen bisher nur als wunderbaren Urlaubsort. Ich war 2014 dort und habe die Menschen, das Meer, die Inselatmosphäre und die Weite der Landschaft lieben gelernt“, sagt er. In Binz wird Müller-Schott nun seine andere Seite zeigen: „Man erlebt ihn, wie er ein Graffiti sprayt – eine geheime Leidenschaft des Musikers“, verrät Festspielintendant Markus Fein.

Kulturtalk im OZ-Studio

Der OZ-Kulturtalk mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott findet am kommenden Montag, 30. Juli, um 11 Uhr im Studio der OSTSEE ZEITUNG ( Richard-Wagner-Straße 1a, Rostock) statt.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei.

Im Gespräch mit den OZ-Moderatoren Alexander Loew und Thorsten Czarkowski gibt der Künstlerische Leiter Einblicke hinter die Kulissen der Festspiele und stellt exklusiv das Programm des Rügener Festspielfrühlings 2019 vor. Zuschauer dürfen gerne Fragen stellen.

Der Festspielfrühling Rügen findet 2019 vom 29. März bis 7. April an verschiedenen Spielorten auf Rügen statt. In diesem Jahr kamen rund 5000 Besucher. Karten

gibt es ab 31. Juli in den OZ-Service-

Centern sowie unter www.festspiele-mv.de, ☎ 0385/5918585

Stefanie Büssing

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