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Kultur Leistungsschau in Sachen Soul und Funk
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19:53 02.12.2018
Baba Soul und the Professors of Funk im Theater des Friedens Rostock. Quelle: Thorsten Czarkowski
Rostock

Baba Soul and the Professors of Funk – hinter diesem Namen vermutet man nicht unbedingt eine Band aus Norwegen. Doch die Mehrzahl der Musiker – bis auf Leadsänger, Gitarrist und Keyboarder – kommen aus Skandinavien und haben sich diesem musikalischen Gerne verschrieben. Da trifft der kalte Norden auf heißen Funk und Soul. Die Traditionen dieser Musik sind reichhaltig, sie reichen bis in die sechziger Jahre zurück. In der Besetzung und im Klangbild sind auch die Jazzrock-Vorbilder wie Blood Sweat & Tears oder Chicago im Sound der Band präsent. Jedoch, so will es der Bandname, auch der Funk und Soul der siebziger und achtziger Jahre, ohne aber dass die Vorbilder genau herauszuhören wären. Baba Soul and the Professors of Funk habe ihre eigene Version.

Am Freitagabend standen die acht Musiker im Rostocker Theater des Friedens auf der Bühne; es war übrigens die letzte Veranstaltung des Jahres 2018 innerhalb der von Burkhard Struck organisierten „Bogarts“-Musikreihe. Das clubartige Ambiente war wie gemacht für diese Band, die von Anfang an mit hohem Tempo und großen Druck spielte. Und das mit enormer Präzision – denn diese Musik verlangt Musikern einiges ab, insbesondere der Rhythmusgruppe.

Die Band hat inzwischen auch eine CD aufgenommen, die Musiker zeigten sich gut aufeinander eingespielt. Und sie widerstanden live auch der großen Versuchung, Coversongs zu spielen. Da gäbe es zwar einige, von Kool & The Gang, Chic oder Indeep. Nein, es gab nur eigene Songs. Sänger Hugo Pereira und seine Funkprofessoren spielten absolut selbstbewusst eigenes Material und überzeugten auch damit. Die dreiköpfige Bläsergruppe sorgte für die nötige Schärfe, Bass, Schlagzeug und Gitarre für ein stabiles Rhythmusfundament, die Keyboards reicherten den Sound an. Und dann war das natürlich Sänger Hugo Pereira, der nicht nur beseelt sang, sondern auch den Kontakt zum Publikum hielt.

Funkprofessoren – das klingt ein bisschen akademisch, so war es auch. Funk, Soul und Jazz wie aus dem Lehrbuch, aber ohne die große Distinktion. Stilistisch wagte sich die Band auch in andere musikalische Bereiche vor und war auch modern, da waren auch Blues, Reagge und R’n’B herauszuhören. Eine mißreißende Bühnenshow, in diesem Auftritt präsentierten sich übrigens die am besten gekleideten Musiker des Jahres in Rostock. Baba Soul and the Professors of Funk – die acht Musiker spielten wie eine Leistungsklasse aus der Funk-Fachhochschule, präzise wie ein Glashütte-Uhrwerk.

Thorsten Czarkowski

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