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Liebeserklärung an Mecklenburg-Vorpommern

Wismar Liebeserklärung an Mecklenburg-Vorpommern

Der Schlagzeuger Alexej Gerassimez eröffnete in Wismar den Festspielsommer 2017.

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Arabella Steinbacher bezauberte die Gäste mit ihrem Violinen-Spiel.

Quelle: Fotos: Geert Maciejewski

Wismar. Alexej Gerassimez ist hochkonzentriert. Zuerst langsam, dann immer schneller lässt er die bunten Schlegel – von denen er mühelos drei in einer Hand halten kann

OZ-Bild

Der Schlagzeuger Alexej Gerassimez eröffnete in Wismar den Festspielsommer 2017.

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– auf Trommeln, Marimba und Vibraphon tanzen. Begleitet wird er von einem Flüstern, das in einen geheimnisvollen Sprechgesang übergeht. Der Gong, den er dann schlägt, hat Symbolwert. Denn: Mit der selbst komponierten Ouvertüre „Das Land“ läutete der Schlagzeuger gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie, dem NDR Chor und dem WDR Rundfunkchor am Sonnabend in der St. Georgen-Kirche nicht nur das Eröffnungskonzert, sondern auch den Festspielsommer 2017 ein.

Für seine Komposition hat Alexej Gerassimez einen Text von Rainer Maria Rilke gewählt. „Den hat mir der Opa von meiner Frau gegeben“, verrät der 29-Jährige. „Das Land, das sie das Leben nennen

– das ist eine schöne Metapher für das Land MV und die Musik, die wir hier machen“, sagt er. Und daran ist Gerassimez maßgeblich beteiligt: Als diesjähriger „Preisträger in Residence“ bestreitet er ein Fünftel der insgesamt 131 Konzerte, die bis zum 15. September an 83 Spielstätten geplant sind.

„Das Schöne am Schlagzeug ist, es ist grenzenlos“, sagt der Schlagzeuger, der in der Reihe „Unerhörte Orte“ unter anderem einen Flugzeugbunker in Laage und das Liebherr-Werk für maritime Kräne in Rostock bespielen wird. „Das Werk von Gerassimez war ein wunderbarer Ohrenöffner und hat perfekt zum Auftakt gepasst“, schwärmt Intendant Markus Fein nach der Eröffnung. „Ich bin mir sicher, dass er seine Zuhörer auch in den weiteren 23 Konzerten um den Finger wickeln wird.“

Einen Wermutstropfen gab es jedoch: Die Krebserkrankung von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), langjähriger Schirmherr der Festspiele. „Die Nachricht hat uns alle erschüttert“, so Fein.

„Die Festspiele waren ihm immer ein Herzensanliegen. Er hat uns im Land so viel Kraft gegeben, vielleicht können wir ihm nun etwas zurückgeben. Wir werden ihm die Treue halten.“ Als neue Schirmherrin hat der Festspiel-Intendant bereits die designierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im Visier. „Wenn sie gewählt ist, werden wir den Wunsch an sie herantragen.“

Vertretung aus der Landesregierung gab es trotzdem: Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) war gekommen und überbrachte Grüße von Sellering. „Das, was wir hier heute haben, ist ein Juwel“, lobte sie.

„Es ist schon etwas Besonderes, dass das Land so zu den Festspielen steht. Darauf können sie stolz sein. Die Landesregierung wird die Festspiele auch weiterhin fördern“, versprach sie und outete sich selbst als Riesenfan der Festspiele. „Ich hatte selbst fünf Jahre Klavierunterricht, habe dann aber aufgehört“, verriet sie. Mit der Hansestadt verbindet sie einige ihrer schönsten Erinnerungen: „Ich hatte hier meine beruflich schönste Zeit als Revierleiterin der Polizei Wismar.“

Festspiel-Besucher der ersten Stunde ist auch der Ex-Tagesschau-Sprecher Wilhelm Wieben: „Es ist die Mischung aus wunderschönen Spielorten und Anwesen und wunderschöner Musik“, sagt er. Damit spricht er Intendant Fein aus dem Herzen: „Die Festspiele sind nicht nur Töne, es ist eine Liebeserklärung an das Bundesland.“

Stefanie Büssing

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