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Liebesschmerz und Experimente

Hannover Liebesschmerz und Experimente

Das Sprengel Museum Hannover zeigt Briefkunst von Beuys bis Uecker

Hannover. . Künstlerbriefe von Niki de Saint Phalle (1930-2002) bis Joseph Beuys (1921-1986) sind von Mittwoch an im Sprengel Museum Hannover zu sehen. Die Ausstellung „Zwischen den Zeilen“ umfasst 64 Werke von 17 Künstlern seit den 60er Jahren bis heute. Die Schau zeige, welche Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Verschwinden von persönlichen Briefen und Postkarten verloren gehen, sagte Museumsdirektor Reinhard Spieler am Montag.

 

OZ-Bild

Besucherin liest „Zwischen den Zeilen“

Quelle: Foto: Silas Stein;dpa

Ausgangspunkt für die bis zum 27. August laufende Ausstellung sind Liebesbriefe von Niki de Saint Phalle, die als Bildhauerin in Deutschland vor allem durch ihre großen bunten Nana-Figuren bekannt wurde. Die Briefe enthalten typische Elemente der Bildwelt der in Frankreich geborenen Künstlerin wie Nanas, Drachen, Bäume und Herzen. „Sie kehrt ihr Inneres nach außen und lässt uns teilhaben“, sagte Kuratorin Patricia Hartmann. Auch Sophie Calle, die zu den wichtigsten französischen Künstlerinnen der Gegenwart zählt, geht es um Intimität: Die Arbeit „Prenez Soin de Vous“ der 63-Jährigen thematisiert den schmerzhaften Schlusssatz des Abschiedsbriefes ihres Ex-Partners: „Passen Sie auf sich auf!“ Calle rief mehr als hundert Frauen verschiedener Professionen dazu auf, den Satz zu interpretieren.

Beuys ließ dagegen statt vieler Worte Material sprechen und fertigte Postkarten aus Holz, Filz und Schwefel. Der 1930 in Vorpommern geborene und bei Rerik aufgewachsene Düsseldorfer Günther Uecker – derzeit baut die Hansestadt Rostock ein Uecker-Museum neben der Kunsthalle – verwandelte in seinen Arbeiten Schrift in unleserliche Bilder.

Christina Sticht

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