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Kultur „Lohengrin“ eröffnet Festspiele auf dem Grünen Hügel
Nachrichten Kultur „Lohengrin“ eröffnet Festspiele auf dem Grünen Hügel
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00:00 26.07.2018
Bayreuth-Auftakt mit „Lohengrin“. Bühnenbild und Kostüme hat das Künstlerpaar Neo Rauch und Rosa Loy gestaltet. Quelle: Foto: Enrico Nawrath/dpa
Bayreuth

30 Grad und mehrstündige Opern auf dem Grünen Hügel: In Bayreuth starteten gestern die Richard-Wagner-Festspiele bei sommerlichen Temperaturen. Im Festspielhaus sahen Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere prominente Gäste am späten Nachmittag „Lohengrin“ – darunter mehrere von Merkels Kabinettsmitgliedern und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Regie beim neuen Bayreuther „Lohengrin“ führt Yuval Sharon, die musikalische Leitung liegt in Händen von Musikdirektor Christian Thielemann. Die Titelpartie singt der polnische Startenor Piotr Beczala, nachdem vor rund drei Wochen Roberto Alagna kurzfristig abgesagt hatte. Die Sopranistin Anja Harteros gibt ihr Debüt auf dem Grünen Hügel und übernimmt die Rolle der Elsa, zudem feiert die bekannte Wagner-Sängerin Waltraud Meier nach fast zwei Jahrzehnten ein Comeback in Bayreuth. Bühnenbild und Kostüme stammen vom bekannten Künstlerpaar Neo Rauch und Rosa Loy. „Uns wurde jeder Wunsch erfüllt“, sagte Rauch.

Regisseur Sharon, der von Thielemann als „Sonnenschein vom Dienst“ bezeichnet wurde, gab einen kurzen Einblick in die Inszenierung: „Wir schaffen gemeinsam eine Traum-Atmosphäre auf der Bühne“. Es sei gelungen, die märchenhafte Farbe des Stücks zu treffen, doch auch gesellschaftliche Kritik darin zu zeigen. 3sat zeigt im Rahmen des Festpielsommers die Premiere von Lohengrin“ an diesem Samstag um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung.

Am Dienstag gab Festival-Chefin Katharina Wagner bereits Details zu den Festspielen 2019 bekannt: Opernstar Anna Netrebko wird für zwei Vorstellungen als Elsa am Grünen Hügel debütieren. Der russische Maestro Valery Gergiev soll die Eröffnungspremiere „Tannhäuser“ dirigieren. Wer 2020 für die Neuproduktion des vierteiligen Mammutwerks „Ring des Nibelungen“ verantwortlich sein wird, ließ

Wagner noch offen. Bei den Bayreuther Festspielen werden traditionell nur die Spätwerke Richard Wagners (1813-1883) aufgeführt.

Mit einem weiteren prominenten Namen können die Festspiele auch schon in diesem Jahr aufwarten: Weltstar Plácido Domingo wird erstmals im berühmten Orchestergraben dirigieren. Für ihn kehrt dreimal die „Walküre“ in der Regie von Frank Castorf auf den Spielplan zurück, unter anderem zum Abschluss der Festspiele am 29. August. Barry Koskys „Meistersinger“ sind erneut zu sehen und zu hören, dazu „Parsifal“ in der Regie von Uwe Eric Laufenberg und „Tristan und Isolde“ in der Inszenierung von Katharina Wagner. Um im Jahr ohne die „Ring“-Tetralogie das Programm zu füllen, kehrt nach einigen Jahren Pause „Der fliegende Holländer“ von Jan Philipp Gloger zurück.

OZ

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