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Kultur Lolek und Bolek kehren zurück
Nachrichten Kultur Lolek und Bolek kehren zurück
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00:00 30.03.2017

In der DDR kannte sie jedes Kind – die Brüder Lolek und Bolek. Die Zeichentrick-Helden aus dem Trickfilm-Studio im polnischen Bielsko-Biala erlebten regelmäßig auf Leinwand und TV-Bildschirm verrückte Abenteuer. Egal ob Haifische in der Südsee, der Yeti am Mount Everest oder Banditen in der goldenen Stadt der Inkas: An der Kühnheit und Schläue der beiden Brüder bissen sich alle die Zähne aus.

Zwischen 1964 und 1987 wurden mehr als 180 Kurzfilme produziert und bis weit über die Grenzen des Ostblocks hinaus exportiert. In Ostdeutschland war der Ruhm besonders groß und führte zum Druck von Comicbänden. Der Eulenspiegel Verlag bringt Lolek und Bolek nun im Original wieder in die Zeitschriften- und Buchläden zurück. Zwölf Comic-Bände sind zunächst geplant. „Viele unserer Leser haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass die abenteuerlichen Geschichten von Lolek und Bolek nicht mehr lieferbar sind. Wir sind dem Wunsch nachgegangen“, erklärte Verlagssprecherin Simone Uthleb. Insgesamt 5000 Exemplare pro neuem Band seien geplant. Nach dem Start mit den Abenteuern „Am Orinoko“ und „In den Wäldern Kanadas“ folgen im Mai die Bände „In den Steppen Australiens“ und „In der Wüste Gobi“.

Die Geschichten von Lolek und Bolek stammen vom Zeichner-Trio Leszek Lorek, Alfred Ledwig und vor allem Wladyslaw Nehrebecki. Mit ihrem ersten Kurzfilm „Die Armbrust“ aus dem Jahr 1964 wurden sie schnell berühmt. Später flimmerten Lolek und Bolek sogar in Großbritannien, im Iran und in Indien über die Schirme. Nach Schätzungen aus dem Trickfilm-Studio haben mehr als eine Milliarde Menschen schon Abenteuer der beiden Comic-Helden mitverfolgt. Im „Geburtsort“ Bielsko-Biala wurde 2011 von den beiden Söhnen von Wladyslaw Nehrebecki, Jan und Roman, die einst Vorbild für Lolek und Bolek waren, sogar ein Denkmal eingeweiht.

OZ

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