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Kultur „Luten“ Petrowsky in der Charité
Nachrichten Kultur „Luten“ Petrowsky in der Charité
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00:00 21.06.2017

Der bekannte Jazzmusiker Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky (83) befindet sich nach mehreren Operationen auf dem Weg der Besserung. „Luten“, wie Petrowsky von Kollegen, Fans und Freunden genannt wird, werde in der Berliner Charité behandelt und sei in sehr guten Händen, sagte seine Ehefrau, die Jazzsängerin Uschi Brüning (70), gestern der OSTSEE-ZEITUNG.

Einen Medienbericht, nach dem Petrowsky im Koma liege, bestätigte Brüning nicht, im Gegenteil: „Er ist gerade wieder operiert worden, und im Moment sieht es sehr gut aus“, sagte sie. „Die Ärzte haben viel Hoffnung, dass er wieder gesund wird.“ Der Musiker hatte sich unter anderem einer Hüft-Operation unterziehen müssen.

Der 1933 in Güstrow geborene Petrowsky gehört zu den Mitbegründern der freien Jazzszene der DDR und genießt seit vielen Jahrzehnten internationale Anerkennung. 1982 erhielt er den Kunstpreis der DDR, 1997 den Deutschen Jazzpreis. Seit den 50er Jahren hat er als Klarinettist und Saxofonist in den verschiedensten Jazz-Formationen mitgespielt, unter anderem in der Freejazz-Band Synopsis, dem Zentralquartett, der George Gruntz Concert Jazz Band und dem European Jazz Ensemble.

„Luten“ Petrowsky, der mit seiner Frau Uschi Brüning lange in Leipzig lebte, ist seiner Mecklenburger Heimat stets treu gewesen. Gastspiele mit Brüning, Manfred Krug (1937-2016) oder europäischen Free-Jazz-Größen führten ihn immer wieder nach Rostock, Warnemünde, Ahrenshoop, Greifswald oder Güstrow. Seinen 80. Geburtstag feierte er 2013 mit einem umjubelten Konzert des Zentralquartetts in Rostock. Am vergangenen Wochenende sollten Petrowsky und Brüning im thüringischen Rasdorf bei Eisenach zu Ehren ihres Freundes Wolf Biermann (80) auftreten, der dort mit einem Preis für die Einheit Europas geehrt wurde. Der Auftritt musste ausfallen.

OZ

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