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MTV Movie Awards: Schrille Show mit Popcorntüten

Los Angeles MTV Movie Awards: Schrille Show mit Popcorntüten

Sie sind das schrille Gegenteil einer glamourösen Oscar-Show: Die MTV Movie Awards am Sonntagabend machten ihrem Ruf von ausgefallenen Filmpreisen und schrägen Star-Auftritten wieder alle Ehre.

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Preisgekrönt: Jamie Foxx. Foto: Paul Buck

Los Angeles. Schauspieler Seth Rogen ließ die Hosen fallen, sein Kollege Taylor Lautner kam mit Bierbauch, Schauspielerin Rebel Wilson mit einer Brustattrappe. Rapper Snoop Lion, ehemals Snoop Dogg, und Kollegin Ke$ha rauchten auf der Bühne etwas, das wie ein Joint aussah. Komiker Will Ferrell trug einen weißgrünen Anzug aus gedruckten Dollarscheinen. Die Trophäen und auch die Show spiegeln eher den Geschmack der jüngeren Kinogänger wider.

Nur die schwangere Kim Kardashian, die es mit ihren gewagten Outfits gewöhnlich in alle Klatschblätter schafft, zeigte sich bedeckt. Das Fernsehsternchen, das mit Rapper Kanye West ein Kind erwartet, sah im hochgeschlossenen schwarzen Kleid geradezu brav aus. Sie kündigte auf der Bühne der Sony Studios bei Los Angeles Selena Gomez an, die ihre neue Single „Come & Get It“ präsentierte, im knallroten Sari à la Bollywood.

Bei den MTV Movie Awards werden vergoldete Popcorntüten als Trophäen ausgehändigt. Drei davon holten die „Silver Linings“-Stars Bradley Cooper und Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence. Beide wurden als beste Darsteller geehrt, zudem setzte sich das Paar in der Sparte „Bester Filmkuss“ durch. Doch zur Enttäuschung des jungen Publikums stand Cooper alleine auf der Bühne. Lawrence, die schon im vorigen Jahr als Katniss Everdeen in „Die Tribute von Panem - The Hunger Games“ zur besten Schauspielerin gekürte wurde, blieb der Show diesmal fern. „Jen ist nicht hier. Tut mir leid“, sagte Cooper. Aber es war großartig, sie zu küssen“, setzte er grinsend drauf.

Als Katniss war Lawrence zumindest für einige Minuten doch dabei. Unter lautem Applaus stellte Schauspieler Liam Hemsworth den ersten Trailer zu der mit Spannung erwarteten „Hunger Games“-Fortsetzung „Die Tribute von Panem - Catching Fire“ vor. Der Film kommt Ende November in die deutschen Kinos.

Hollywoodstar Brad Pitt war selbst nicht nominiert, stand aber - in blaues Licht getaucht - mit Pferdeschwanz im Mittelpunkt. Ihm kam die Ehre zu, den besten Film zu verkünden. Der Superheldenfilm „Marvel's The Avengers“ gewann den Hauptpreis und außerdem die Trophäen für den besten Kampf und den besten Bösewicht, gespielt von Tom Hiddleston.

Taylor Lautners nackter Oberkörper in „The Twilight Saga: Breaking Dawn - Teil 2“ bescherte ihm den Preis in der neuen Kategorie „Beste Darbietung ohne Hemd“. Doch von Waschbrettbauch keine Spur. Mit einem falschen Bauch, über dem das Hemd spannte, nahm er die Trophäe entgegen. „Für uns hemdlose Schauspieler ist das wie eine Oscar“, grinste Lautner. Zuvor sorgten schon die Komiker Seth Rogen und Danny McBride für Lacher. Sie ließen beide die Hosen runter, um ihre Vorzüge zu zeigen. Strategisch bedeckt, mit Haartoupet und Keuschheitsgürtel.

Die australische Leinwandkomikerin Rebel Wilson, die schon in „Brautalarm“ und „Pitch Perfect“ eine große Klappe zeigte, war als Moderatorin nicht zu bremsen. Die füllige 27-Jährige schlüpfte vom grellpinken Jogginganzug in ein Iron-Man-ähnliches Outfit, vom hautengen Lederfummel in ein Kleidchen mit Brustattrappen, die „versehentlich“ eine der falschen Brüste freigaben. Wilson machte damit Janet Jacksons „Nipplegate“ nach, als Justin Timberlake 2004 beim Super Bowl der Sängerin vor Millionen TV-Zuschauern versehentlich das Leder-Bustier vom Leib riss und ihre rechte Brust entblößte.

Als Gastgeberin der MTV Movie Awards machte der dralle Star eine gute Figur. Zur Belohnung gab es für ihren Film „Pitch Perfect“ zwei vergoldete Popcorntüten dazu: Einmal für Wilson für die beste „Breakthrough“-Darbietung, zudem gewann die „Pitch Perfect“-Comedy auch in der Kategorie bester „musikalischer Moment“.

 

MTV-Sender

 

dpa

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