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Mädel-Trio lässt die Harfen erklingen

Bad Doberan Mädel-Trio lässt die Harfen erklingen

Mit ihren ungewöhnlichen Instrumenten spielen Lenja, Hanna und Ester als einziges Harfen-Ensemble beim 25. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ / 213 Nachwuchsmusiker treten am 12. und 13. März in Wismar an

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Proben für den Landeswettbewerb: Ester Plewan, Lenja Silwedel und Hanna Michaelis (von links) in der Bad Doberaner Musikschule „Friedrich von Flotow“.

Quelle: Dietmar Lilienthal

Bad Doberan. Mit Fingerspitzengefühl greifen Lenja Silwedel (10), Hanna Michaelis (11) und Ester Plewan (12) in die Saiten ihrer Harfen und lassen dreistimmig das englische Volkslied „Scarborough Fair“ erklingen. „A-c-c-a“, gibt Lehrerin Ingrid Pohl Anweisungen und schwenkt den Arm im Takt. Als einziges Harfen-Trio treten die Mädels beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ an, der am 12. und 13. März in Wismar ausgetragen wird.

„Es macht einfach Spaß, Harfe zu spielen, der Klang ist toll und so ein Instrument spielt nicht jeder“, sagt Hanna. Gemeinsam mit Lenja und Ester spielt sie seit einem Jahr im Ensemble. 23 Punkte und damit einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb hat das Trio im Regionalwettbewerb abgeräumt. „Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, verrät Ester. Insgesamt 213 Teilnehmer haben es in diesem Jahr in MV bis zum Landeswettbewerb geschafft, wo sie in den Solo-Kategorien Streichinstrumente, Akkordeon, Percussion, Mallets, Gesang (Pop) und den Ensemble-Kategorien Duo Klavier und Blasinstrument, Klavier-Kammermusik, Vokal-Ensemble, Zupf-Ensemble, Harfen-Ensemble und Alte Musik antreten. Auch für die 53 Juroren eine Herausforderung: 135 Bewertungen werden sie voraussichtlich abgeben.

„Auf Landesebene sind die Zahlen stabil geblieben, beim Regionalwettbewerb leicht rückläufig“, hat Volker Ahmels, Vorsitzender des Landesausschusses „Jugend musiziert“, beobachtet. Besonders ältere Schüler in der auf zwölf Jahre reduzierten Abiturphase setzten sich dieser Belastung immer weniger aus. Dafür sei das Niveau in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, so Ahmels, der seit mehr als 20 Jahren in der Landesjury sitzt. „Bei der Bewertung achten wir auf die künstlerische Interpretation und das stilistische Verständnis. Bei der Kammermusik ist vor allem das gemeinsame Musizieren wichtig. Daher ist dieses Wertungsjahr sehr anspruchsvoll, weil die Pianisten nicht als Solisten sondern im Kammermusik-Ensemble oder im Duo antreten müssen.“ In der Kategorie Pop-Gesang müssen die Sänger selbst geschriebene Songs vortragen. „Auch das ist für viele eine große Herausforderung“, weiß Ahmels. Zahlenmäßig am häufigsten vertreten sind in diesem Jahr bei den Solisten die Streicher und bei den Duos Klavier und Blasinstrument. „Auch der Popgesang, eine unserer jüngsten Kategorien, erfreut sich einer großen Nachfrage“, so Ahmels. Ziel ist der Bundeswettbewerb, der vom 13. bis 19.

Mai in Kassel stattfindet. Dieser war 1964 erstmals mit 179 Teilnehmern gestartet. In diesem Jahr rechnet Susanne Fließ, Sprecherin des Bundeswettbewerbs, mit einer ähnlichen Zahl wie 2013 — verglichen werden die Zahlen wegen der Kategorien, die sich alle drei Jahre wiederholen, in einem Dreijahreszyklus. „2013 waren es rund 2400 Teilnehmer, wir vermuten, dass es sich in diesem Jahr in gleicher Höhe bewegen wird.“ Weil die Teilnehmer beim Bundeswettbewerb mindestens 13 Jahre alt sein müssen, können Lenja, Hanna und Ester nicht dabei sein, auch wenn sie eine entsprechende Punktzahl erreichen. „Ich find‘s schon schade“, sagt Ester. „Aber es ist toll, dass wir es überhaupt bis zum Landeswettbewerb geschafft haben.“

 



Stefanie Büssing

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Bad Doberan/Wismar
Proben für den Landeswettbewerb: Ester Plewan, Lenja Silwedel und Hanna Michaelis (von links) in der Bad Doberaner Musikschule „Friedrich von Flotow“.

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