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Männer im Widerstand: Verräter oder Patrioten?

Stadtmitte Männer im Widerstand: Verräter oder Patrioten?

Geschichte wird lebendig, wenn sie sich dem Menschen widmet, der Geschichten erzählt. Das macht die Ausstellung „Deutschland muss leben, deshalb muss Hitler fallen.

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Jan Emendörfer (v. r.) im Gespräch mit Gerhard Fischer und Ernst-Jürgen Lode bei der Eröffnung der Ausstellung im Rostocker Rathaus.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Geschichte wird lebendig, wenn sie sich dem Menschen widmet, der Geschichten erzählt. Das macht die Ausstellung „Deutschland muss leben, deshalb muss Hitler fallen. Die weltweite Bewegung Freies Deutschland 1943-1945“, die am Freitag im Rostocker Rathaus eröffnet wurde, in doppeltem Sinne. Die Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zeigt die Lebensläufe von 19 Widerständlern.

Wanderausstellung: Gymnasium Carolinum Neustrelitz (2.11-16.11.), Agrarfachschule Güstrow (3.1. 2017-20.2.), Petrikirche Rostock (22.2.-10.3.), Nikolaikirche Wismar (13.3.-13.4.), Landkreis Nordwestmecklenburg (14.4.-5.5.), VHS Stralsund (6.5.-9.6.), Fraktion Die Linke Schwerin (12.6.-31.7.), Gutshaus Streu Rügen (2.8.-30.9), Prora Centrum Rügen (2.11-15.3. 2018)

Darunter der General Walther von Seydlitz oder der Kommunist Max Emendörfer, die Widerstand gegen das Hitler-Regime leisteten und 1943 zu den Gründungsmitgliedern des Nationalkomitees Freies Deutschland gehörten. In Rostock holte sich die Ausstellung ein Kind des Widerständlers als Kronzeugen. Jan Emendörfer (53), ehemaliger Chefredakteur der OSTSEE-ZEITUNG und jetzt Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, sagt: „Ich bin nicht Historiker, aber ich nehme für mich in Anspruch, mich mit dem Thema NKFD intensiv beschäftigt zu haben und das hat einen Grund: Mein Vater Max Emendörfer.

Er gehörte zu den 38 Gründungsmitgliedern des Komitees.“ Emendörfer war einer der fünf Vize-Präsidenten, wurde denunziert, nach Sibirien deportiert und später rehabilitiert. Sein Sohn, der darüber ein Buch geschrieben hat, stellt klar, dass es verschiedene Bewertungen in Ost und West zum NKFD gebe, dass das Komitee in seiner Entwicklungsphase unterschiedliche Ziele verfolgt habe und in der DDR unterschiedlich bewertet wurde. Und: dass es in Vergessenheit gerät. M. Meyer

OZ

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