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00:00 13.01.2017

Goldmarie oder Rotkäppchen, Sterntaler oder Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel oder Nixe am Teich – in der Rostocker Kunsthalle geht es ab Sonntag, 15. Januar märchenhaft zu. Die Kunsthistorikerin Elke Neumann (37) hat die Sammlung des Museums auf Bilder durchforstet, die Märchenmotive aufgreifen, sich mit ganzen Märchen beschäftigen oder einzelne Tiere aus bekannten Märchen zeigen. Das geht vom Wolf bei Rotkäppchen über den Frosch im Froschkönig bis zum Gestiefelten Kater.

Das Konzept der Ausstellung „Erzähl mir Märchen“ hängt mit einem völlig neuen Blick auf die Sammlung zusammen, die die Berliner Wissenschaftlerin leisten soll. „Einblicke I. Arbeiten mit der Sammlung“ heißt die Reihe, in der Elke Neumann die Ausstellung konzipiert. Sie schaut dabei, was man mit der Sammlung alles machen könnte. Die Märchen-Ausstellung ist das erste Projekt, weitere Ideen sollen folgen. Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann sagt zu der Arbeit seiner Namensvetterin, die neu im Team der Kunsthalle ist: „Das finde ich so schön an der Idee, dass Frau Neumann einfach auch mal quer in die Sammlung schaut. Diesen lebendigen, frischen Umgang mit der Sammlung finde ich bemerkenswert.“

In der Märchenschau zum Beispiel werden Bilder gezeigt, die bisher noch nie öffentlich zu sehen waren. Insgesamt 90 Arbeiten von Künstlern aus MV, ganz Deutschland, Polen, Lettland und Dänemark, darunter Grafiken, Malerei, auch Plastik, beschäftigen sich im Parterre des Museums mit 14 Märchen.

Verbunden werden die Bilder über eine Wandmalerei, die sich durch den gesamten Rundgang zieht. Die Illustratorin, Wandmalerin und Grafikerin Andrea Köster alias Kritzelkrabbe (32) aus Rostock arbeitet derzeit daran. Die Werke von so unterschiedlichen Künstlern wie Werner Schinko, Lothar Sell, Herta Effenberger Voelkner oder Fritz Koch-Gotha kommen an die Wände und überlagern zum Teil die Wandmalerei, die aber ein Gesamtraumkonzept schafft und die verschiedenen Stile zusammenfügt.

Elke Neumann ist über ihre wissenschaftliche Tätigkeit auf die Kunsthalle gestoßen. In ihrer Magisterarbeit wollte sie sich mit dem Gebäude beschäftigen, merkte aber schnell, dass diese Geschichte untrennbar mit der Ostsee-Biennale und der Rostocker Sammlung verknüpft ist. Jetzt promoviert sie an der Technischen Universität (TU) Berlin über das Thema „Die Geschichte der Biennale der Ostseeländer“ in enger Verknüpfung mit der Kunsthalle. Elke Neumann sagt zu ihrem Engagement in Rostock: „Das Gebäude würde es ja nicht ohne die Biennale geben. Und da ich mich wegen der Biennale mit der Sammlung beschäftige, haben wir beschlossen, dass wir daraus noch andere Projekte entwickeln können.“

Die Ausstellung läuft nicht ohne begleitendes museumspädagogisches Programm. So beginnt die Vernissage am Sonntag um 11 Uhr. Im Anschluss wird es ein Spiel-, Mal- und Bastelangebot für Kinder geben.

Zur Ausstellung wird ein Mal- und Mitmachbuch für Kinder entwickelt. Um 16 Uhr startet mit „Hänsel & Gretel“ die erste Märchenstunde der Lesepaten.

Michael Meyer

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