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Märchenhaft:Ein Prinz entspannt in Ahrenshoop

Ahrenshoop Märchenhaft:Ein Prinz entspannt in Ahrenshoop

Nach 23 Konzerten der Jubiläums-Tour urlaubt Henri Schmidt an der Ostsee / „Die Prinzen“ spielen am 24. Juni in Greifswald

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Bei einem Malkurs im Freien greift der Sänger selbst zum Pinsel. Kursteilnehmerin Sabine Anders zeigt ihm, wie es geht.

Ahrenshoop. Blauer Himmel, weiße Wattewölkchen, eine Gruppe Maler am Strand von Ahrenshoop – die Kulisse könnte nicht perfekter sein für einen Prinzen im Urlaubsmodus. In gemusterten Shorts, flatterndem Hemd, die blau getönte Brille lässig auf die Stirn geschoben lässt Henri Schmidt eine Welle über seine nackten Zehen schwappen. Vor zwei Jahren hat der Bariton der Leipziger Band „Die Prinzen“ sein Herz an Ahrenshoop verloren. Am 24. Juni spielt er mit seiner Band knapp 100 Kilometer entfernt im Strandbad Greifswald.

OZ-Bild

Nach 23 Konzerten der Jubiläums-Tour urlaubt Henri Schmidt an der Ostsee / „Die Prinzen“ spielen am 24. Juni in Greifswald

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Ich bin kein Asket, aber viel vernünftiger als noch vor 20 Jahren“.Henri Schmidt (48),

Mitglied der Leipziger Band „Die Prinzen“

„Für mich als DDR-Kind war die Ostsee schon immer etwas Besonderes“, sagt Schmidt. „Als ich klein war, war das Meer eine Tagesreise entfernt und meine Mutti hat einen Riesenberg Stullen für den Weg geschmiert.“

Dass Schmidt mit seiner Frau Marlies schon im Juni Urlaub machen kann ist für den Musiker „nahe an der Perfektion“. Und das mit gutem Gewissen: Immerhin hat die Band den Kern der Jubiläumstour, die im Februar startete, schon hinter sich. „23 Konzerte am Stück mit nur vier freien Tagen“, sagt Schmidt nicht ohne Stolz. Der Titel „25 Jahre auf Bewährung“ zeigt, dass die Band trotz ihres Erfolges auf dem Teppich geblieben ist. „Selbst für alteingesessene Künstler wie uns ist es immer wieder spannend, zu sehen, wie neue Songs rüberkommen. Das letzte Album liegt schließlich sieben Jahre zurück“, sagt Schmidt, für den „das Leben die größte Inspiration“ ist.

Auch nach einem halben Jahrhundert wisse man nicht, wie die Fans reagieren. „Eine gewisse Anspannung ist immer dabei. Der Tour-Titel hat sicher auch etwas mit Demut zu tun.“ Und die empfindet Schmidt auch dem Leben gegenüber – zumindest, seit vor zwölf Jahren der große Gong kam. So nennt der 48-Jährige seinen Herzinfarkt. Schmidt hat überlebt. Heute lebt er bewusster. „Ich bin kein Asket, aber viel vernünftiger, als noch vor 20 Jahren“, sagt der Sänger und steckt sich genussvoll ein Zigarillo an. „Alles von höchster Stelle“ abgesegnet sagt er lächelnd.

Auch sonst ist er ruhiger geworden, die wilden Band-Zeiten liegen hinter ihm. Statt Urlaub in Spanien oder Italien heißt es in seinem Freundeskreis längst wieder Binz oder Ahrenshoop – die ehemalige Künstlerkolonie hat er durch den Geburtstag eines Freundes entdeckt. „Das Geniale sind die kurzen Wege“, sagt er. An den „Fischköppen“ – und Schmidt meint das durchaus liebevoll – schätzt er, dass sie ihm Raum lassen. „Die Ruhe und die Luft sind unbezahlbar.“

Statt nach 25 Jahren Bilanz zu ziehen, konzentriert sich die Band auf die Zukunft : „Drei von uns sind über 50, da gucken wir lieber nach vorn“, sagt Schmidt. „Familienalbum“ heißt das aktuelle Album, das 2015 erschienen ist. Für Schmidt ist der Name Programm. „Sebastian, Wolf und Tobias kenne ich seit mehr als 40 Jahren, da versteht man sich schon als Familie.“

Ähnlich sei es mit Crew und Fans. Den Erfolg der Band erklärt der ehemalige Thomaner-Chorknabe so: „Wir haben von Kindesbeinen an gelernt, mit vielen anderen in einer Reihe zu stehen und wissen, dass wir einzeln nicht mal die Hälfte wert sind.“ Zu den Highlights der Band im nächsten Jahr gehört für Schmidt auf jeden Fall ein Konzert mit dem Leipziger Gewandhausorchester: „Damit geht auch für uns ein Traum in Erfüllung.“

Die Prinzen live treffen

Am 24. Juni werden „Die Prinzen“ um 19 Uhr bei den „Boddenklängen“ im Greifswalder Strandbad Eldena auf der Bühne stehen und neben Klassikern, wie „Küssen verboten“ und „Millionär“, acht Songs vom aktuellen Album „Familienalbum“ spielen.

Die OZ verlost Freikarten für das Konzert und ein exklusives Treffen mit der beliebten Band. Filmen Sie sich, wie Sie ihr liebstes „Prinzen“-Lied singen. Schicken Sie das Video im mov oder mp4-Format bis zum 17. Juni per Mail an online@ostsee-zeitung.de. Unter allen eingesendeten Videos wählen die OZ-Leser bis zum 22. Juni die Gewinner aus.

Stefanie Büssing

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