Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Magrittes Werke in der Melone
Nachrichten Kultur Magrittes Werke in der Melone
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 18.10.2017
Brüssel

Belgien erinnert vom Strand in Knokke-Heist bis zum Atomium in Brüssel an den Tod von René Magritte vor 50 Jahren. So werden dem Maler zurzeit gleich zwei Ausstellungen gewidmet: „Magritte, Atomium meets Surrealism“ (bis 10.9.2018) sowie die Schau „Magritte, Broodthaers & Die zeitgenössische Kunst“ (bis 18.2.) beschäftigen sich in den Königlichen Museen der Schönen Künste mit dem Erbe des Surrealisten. Gezeigt werden knapp 150 Werke.

Magritte gehört zu Belgiens berühmtesten Künstlern. Ihm zu Ehren wurde 2009 in Brüssel auch das Magritte-Museum eröffnet, das mit 230 Werken und Dokumenten weltweit die umfangreichste Sammlung besitzt. Der Künstler hat die Beziehung zwischen Objekt, seiner Darstellung und seinem Namen hinterfragt. Zu seinen berühmtesten Werken zählt „Der Verrat der Bilder“. Das Gemälde bildet eine Pfeife ab. Darunter steht der Satz: Das ist keine Pfeife. Seit über 45 Jahren ist das Werk erstmals wieder in Belgien zu sehen.

„Es hat keine Schule oder Gruppe von Künstlern gegeben, die nach ihm benannt wurde, doch hat er zahlreiche Maler beeinflusst“, sagt Michel Draguet, der Leiter der Königlichen Museen der Schönen Künste, über Magritte. Und so sind zwei Drittel der ausgestellten Arbeiten von Bewunderern und Freunden wie Marcel Broodthaers, Andy Warhol oder auch Jasper Johns, Robert Rauschenberg und Gavin Turk.

Tür, Pfeife, Apfel, Kerze und Melone sind wiederkehrende Motive in Magrittes Gesamtwerk. Unter einem riesigen Bowlerhut (Melone) am Strand von Knokke-Heist fand eine der ersten Jubiläumsausstellungen statt. Das Seebad in Westflandern schickte Besucher in der Melone auf eine virtuelle Reise durch die Bildersprache des Malers. Bei der Infragestellung der Wahrnehmung beschäftigte sich Magritte auch mit dem Maßstab der Dinge. Damit spielt das Atomium in Brüssel. Hier sind in den Eisen- und Kristallkugeln des für die Weltausstellung 1958 erschaffenen Bauwerks rund zehn der bedeutendsten Werke von Magritte in Übergröße reproduziert. Durch einige kann der Besucher auch hindurchschreiten – eine Kulissenschau im Sinne Magrittes.

Skurril: Seit Oktober gibt es Magritte zu Ehren in limitierter Auflage auch ein Bier – ein surrealistisches Bier natürlich. Ein Weißbier, das braun ist.

OZ

The Killers legen mit „Wonderful Wonderful“ ein Album für die Rockgeschichte vor: eine Zeitreise durch die Musik und eine Abrechnung mit dem amerikanischen Männerbild.

18.10.2017

Florestan und Eusebius heißen zwei literarische Gestalten, die Robert Schumann in seiner musikkritischen Tätigkeit zur Illustration der inneren Zerrissenheit der ...

18.10.2017

Schriftsteller Daniel Kehlmann über Till Eulenspiegel, Seiltanzen und Shakespeare

18.10.2017