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Man-Booker-Preis an Grossman

London Man-Booker-Preis an Grossman

Der israelische Schriftsteller David Grossman ist mit dem britischen Man-Booker-International-Preis ausgezeichnet worden.

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Der israelische Autor David Grossman hat den internationalen Man- Booker-Preis 2017 gewonnen.

Quelle: Foto: A. Garcia/dpa

London. Der israelische Schriftsteller David Grossman ist mit dem britischen Man-Booker-International-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury habe den 63-Jährigen für seinen Roman „A Horse Walks Into a Bar“ („Kommt ein Pferd in die Bar“) geehrt, teilte die Booker-Prize-Foundation am Mittwochabend in London mit.

Die Juroren bezeichneten den Roman als „ambitionierten Drahtseilakt“, den der Autor „spektakulär gemeistert“ habe. Grossmann ist der erste Israeli, der mit der renommierten Auszeichnung gewürdigt wird. Die Jury lobte auch die Übersetzung ins Englische von Jessica Cohen. Das Preisgeld in Höhe von 50000 Pfund (rund 57000 Euro) geht je zur Hälfte an Grossman und die Übersetzerin.

In dem Roman geht es um den Auftritt eines Stand-up-Comedians in einem kleinen israelischen Dorf und eine grausame Entscheidung, die ihn bis heute verfolgt. Das Buch sei „schockierend“

und „atemberaubend“ zu lesen, urteilte die Jury. Der Jury-Vorsitzende, Nick Barley, sagte, der Roman zeige die Folgen von Leid auf, ohne sich an Sentimentalität zu bedienen. Die Jury sei beeindruckt gewesen, wie sehr Grossman bereit gewesen sei, emotionale und stilistische Risiken einzugehen.

Grossman wurde 1954 in Jerusalem geboren und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen gewonnen, etwa den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2010) und den Buxtehuder Bullen für Jugendliteratur (2001). Seine Bücher sind in 36 Sprachen übersetzt worden. Die freiberufliche Übersetzerin Cohen, 1973 in England geboren, wuchs in Israel auf und hat bereits zahlreiche Bücher israelischer Autoren übersetzt.

Der Man-Booker-Preis, einer der wichtigsten Literaturpreise Großbritanniens, wird seit 1969 an britische Autoren vergeben. Seit 2005 werden mit dem Man-Booker-International-Preis auch nicht-englischsprachige Literaten geehrt. 2016 wurden die Südkoreanerin Han Kang und ihre britische Übersetzerin Debbie Smith für das Buch „The Vegetarian“ ausgezeichnet.

OZ

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